Aachen: Frauenleiche an der A44: Verdächtiger verhaftet

Aachen: Frauenleiche an der A44: Verdächtiger verhaftet

Enid A. aus Aachen, deren Leiche Mitte Mai in einem Gebüsch an der Autobahn 44 gefunden worden war, ist möglicherweise doch getötet worden. Am Mittwochabend wurde ein 34 Jahre alter Mann festgenommen, der zugegeben hat, Enid A. einige Zeit vor dem Fund ihrer Leiche „schwerwiegende Verletzungen mit einem Gegenstand zugefügt zu haben“.

Das erklärte Oberstaatsanwalt Alexander Geimer am Donnerstag. Allerdings habe der Mann bislang nicht gestanden, die 29-Jährige getötet zu haben. Dennoch erließ das Amtsgericht Aachen am Donnerstagmorgen einen Haftbefehl wegen des Verdachts auf Totschlag.

Als die Leiche am Abend des 15. Mai von Straßenbauarbeitern nahe der Autobahnabfahrt Aachen-Brand gefunden wurde, war sie stark verwest. Das ist offenbar einer der Gründe, warum die Rechtsmediziner während der Obduktion keine Zeichen für äußere Gewalteinwirkungen finden konnten. Ein anderer Grund sei wahrscheinlich die dunkle Hautfarbe der aus Uganda stammenden Frau, sagte Geimer.

Bei dunkelhäutigen Menschen seien Blutergüsse oder Wunden weniger deutlich zu sehen als bei hellhäutigen Menschen. Die Todesursache der Frau konnte bis heute nicht festgestellt werden. Den Zeitpunkt des Todes hatten die Rechtsmediziner auf Ende April oder Anfang Mai eingegrenzt.

Während der vergangenen Woche hätte sich der Verdacht ergeben, dass Enid A. Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein könnte, sagte Geimer. Bei einer Durchsuchung am Mittwochabend habe die Staatsanwaltschaft dann Beweise sichergestellt, die den 34-jährigen Mann belastet hätten.

Enid A. hatte zuletzt als Prostituierte am Kaiserplatz in Aachen gearbeitet. Nach Informationen unserer Zeitung waren sowohl Enid A. als auch der festgenommene Verdächtige im Drogenmilieu aktiv.

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