Brüssel: Französisch? Gott behüte! Sprachenstreit im Erzbistum Mechelen

Brüssel: Französisch? Gott behüte! Sprachenstreit im Erzbistum Mechelen

Im belgischen Erzbistum Mechelen-Brüssel ist ein Streit um zweisprachiges Informationsmaterial für das bevorstehende Bistumsjubiläum entstanden. 54 Geistliche hätten sich an das Erzbistum gewandt, um gegen die Verwendung der beiden Sprachen Französisch und Niederländisch in den Broschüren und auf den Fahnen, Kerzen und Gebetsdrucken zu protestieren, berichtete die Zeitung „De Standaard”.

Die Feiern zum 450-jährigen Bestehen des Erzbistums sollen am Sonntag beginnen.

Das Erzbistum Mechelen-Brüssel ist die einzige zweisprachige Diözese Belgiens. Sie umfasst Teile der niederländischsprachigen Region Flandern und die zweisprachige Hauptstadtregion Brüssel.

In Flandern gilt ein Sprachgesetz, das in öffentlichen Gebäuden und Gotteshäusern Niederländisch als einzige Sprache zulässt.

Parteien vom rechten Spektrum verlangten einen Boykott der Jubiläumsfeiern und kündigten an, den Innenausschuss des flämischen Parlaments mit dem Thema zu befassen. Der Sprecher des Erzbistums, Hans Geybels, machte Kostengründe für die Erstellung des zweisprachigen Materials geltend.