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„Zukunft gehört Mutigen“: Fraktionschef Kutschaty neuer Chef der NRW-SPD

„Zukunft gehört Mutigen“ : Fraktionschef Kutschaty neuer Chef der NRW-SPD

Die gebeutelte nordrhein-westfälische SPD hat den dritten Parteichef seit ihrer Wahlniederlage 2017 gewählt. Der bisherige Landtagsfraktionschef Kutschaty soll die Partei aus der Krise führen.

Die nordrhein-westfälische SPD hat den Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Kutschaty erhielt bei der elektronischen Abstimmung auf dem digitalen Parteitag am Samstag 400 von 442 gültigen Stimmen. Das entsprach einer Zustimmung von 90,5 Prozent. 33 Delegierte stimmten gegen ihn, 9 enthielten sich. Die Entscheidung muss noch formal per Briefwahl bestätigt werden.

Der seit 2018 amtierende Landeschef Sebastian Hartmann hatte nach einem monatelangen Machtkampf auf eine erneute Kandidatur verzichtet, so dass Kutschaty der einzige Kandidat war. Der Anwalt aus Essen und frühere NRW-Justizminister war vom SPD-Landesvorstand auch schon als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2022 nominiert worden.

Kutschaty forderte einen neuen Aufbruch der Landespartei. Umfragewerte von derzeit 17 Prozent hätten die NRW-SPD „tief getroffen“. Die Partei sei aber stärker als viele glaubten. „Wenn wir selbst begeistert sind, können wir auch andere Menschen im Land begeistern“, sagte der 52-Jährige. In einer zugeschalteten Rede sagte auch der SPD-Kanzlerkandidat, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Kutschaty Unterstützung zu.

Kutschaty wird nach Michael Groschek und dem Bundestagsabgeordneten Hartmann bereits der dritte Parteichef der NRW-SPD seit deren Niederlage bei der Landtagswahl 2017 und dem Rücktritt von Hannelore Kraft. Im mitgliederstärksten Landesverband ist die Zahl inzwischen auf 97 300 Mitglieder gesunken. Die SPD in NRW liegt wie auch die Bundes-SPD in einem Umfragetief und erst auf Platz drei hinter Union und Grünen.

(dpa)