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Ferienstart in NRW: Flugpassagiere müssen stundenlang warten

Ferienstart in NRW : Flugpassagiere müssen stundenlang warten

Viele Familien sind gleich am Freitag nach Schulschluss in den Urlaub gestartet. An den Flughäfen mussten Reisende teils stundenlang warten. Auch auf den Autobahnen war es voll.

Als erstes Bundesland ist Nordrhein-Westfalen am Freitag in die Ferien gestartet. Die rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler erhielten ihre Zeugnisse, ehe der Unterricht für gut sechs Wochen endete. Für viele Familien ging es direkt ab in den Urlaub. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr am späten Nachmittag laut ADAC auf knapp 200 Kilometern. An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln bildeten sich lange Warteschlangen bei der Gepäckaufgabe und an den Sicherheitskontrollen.

Am Flughafen Köln/Bonn mussten Reisende am frühen Nachmittag allein an den Sicherheitskontrollen bis zu zwei Stunden warten, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Die Schlange reiche vom Terminal 1 bis ins Terminal 2 hinein. „Wir versuchen natürlich alles Mögliche, um die Wartezeiten möglichst gering zu halten“, sagte der Sprecher. Der Sicherheitsdienstleister habe zusätzliches Personal akquiriert. Die Schlange vor den Sicherheitskontrollen war auch am frühen Abend laut Augenzeugen noch mehrere hundert Meter lang.

Wegen Personalmangels in verschiedenen Bereichen dürften die gesamten Sommerferien für die Flughäfen zur Belastungsprobe werden. Schon seit Tagen stimmen Betreiber und Gewerkschaften Urlauber auf lange Wartezeiten ein.

Am Düsseldorfer Airport gab es schon am Vormittag lange Warteschlangen. Viele Reisende waren nach eigenen Angaben schon mehrere Stunden vor dem geplanten Abflug gekommen, um rechtzeitig am Gate zu sein. „Wir fliegen um 13.00 Uhr, sind aber schon um 9.00 Uhr hergekommen“, sagte etwa ein Passagier, der mit seiner Frau nach Fuerteventura fliegen wollte. Auch eine Familie mit Ziel Mallorca war vorsichtshalber schon drei Stunden früher zum Flughafen gefahren, wie der Vater sagte.

Die Staus auf den Autobahnen addierten sich laut ADAC zwischen 16.30 Uhr und 17.00 Uhr auf knapp 200 Kilometer. Am Abend kamen Autofahrer dann wieder deutlich besser durch, wie ein Sprecher sagte. Betroffen waren vor allem die klassischen Staustrecken wie die A1 Köln-Dortmund-Osnabrück in Richtung Norden sowie die A3 Oberhausen-Köln-Frankfurt in beiden Richtungen. Auch auf der A61 war viel los.

Ein Stauchaos zum Ferienstart habe es nicht gegeben, sagte der ADAC-Sprecher. „Man hat Geduld gebraucht, aber ist besser durchgekommen als die Kurzurlauber vor Himmelfahrt.“ Am Mittwoch vor dem langen Himmelfahrts-Wochenende habe sich der Verkehr in NRW auf knapp 400 Kilometern gestaut. Am Samstag rechnete der Sprecher in NRW nochmal mit erhöhter Staugefahr zwischen 10 Uhr und 16 Uhr.

Im Bahn-Nahverkehr kam es am Freitagnachmittag zu mehreren Zugausfällen wegen kurzfristigen Personalausfalls, wie die Infoseite zuginfo.nrw berichtete. Vor dem ersten Ferienwochenende hatten die Eisenbahnverkehrsunternehmen bereits darauf hingewiesen, dass es bis einschließlich Sonntag auf den Regionalbahn- und Regionalexpresslinien in NRW zu zu einer außergewöhnlich hohen Auslastung kommen kann. „Es sind hohe Verspätungen möglich“, hieß es.

Und wie wird das Wetter zum Ferienstart? Es bleibt warm, aber ist auch unbeständig. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) können die Temperaturen am Samstag und Sonntag bis zu 28 Grad erreichen. Während es am Samstag weitgehend niederschlagsfrei bleibt, kehren am Sonntag die Gewitter zurück. Örtlich seien dann auch Unwetter möglich.

(dpa)