Düsseldorf: Fluglaternen in NRW künftig verboten

Düsseldorf: Fluglaternen in NRW künftig verboten

Fluglaternen sind in Nordrhein-Westfalen künftig verboten. Nach dem Tod eines Kindes durch einen Brand, den ein asiatischer Lampion verursacht hatte, zog NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) jetzt die Konsequenz.

Ein entsprechender Erlass zum Verbot der Fluglaternen tritt an diesem Samstag in Kraft, teilte das Ministerium am Dienstag in Düsseldorf mit.

Das Verbot gilt für fliegende Laternen aus leicht brennbarem Papier, bei denen die Luft von einer offenen Flamme erwärmt wird. Sie sind besonders unter den Namen „Himmelslaterne, Flammea” oder „Kong- Ming-Laterne” bekannt.

Wer trotzdem noch Fluglaternen aufsteigen lässt, muss mit einer Geldbuße bis zu 1 000 Euro rechnen. Eine Fluglaterne kann nach Angaben des Ministeriums Flugweiten von mehreren Kilometern und Flughöhen von mehreren hundert Metern erreichen.

Pfingsten war ein zehnjähriger Junge bei einem Wohnungsbrand in Siegen ums Leben gekommen, der durch eine Himmmelslaterne ausgelöst worden war. Eine von einer Festgesellschaft gestartete Laterne hatte in der Luft Feuer gefangen und war auf einen Wintergarten gestürzt. Der Junge hatte in einem darüber gelegenen Zimmer geschlafen und konnte nicht mehr in Sicherheit gebracht werden.

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