Verlängerung möglich: Flugbegleiter-Streik von Germanwings geht in NRW weiter

Verlängerung möglich : Flugbegleiter-Streik von Germanwings geht in NRW weiter

Der Flugbegleiter-Streik bei Germanwings geht am Dienstag in die zweite Runde. Erneut sind auch einige Verbindungen in NRW betroffen. Die Auswirkungen sind laut den Flughäfen aber kaum zu spüren.

Die Flugbegleiter bei Germanwings haben auch in Nordrhein-Westfalen ihren Streik an Silvester fortgesetzt. Der Schwerpunkt lag laut einer aktuellen Übersicht auf der Eurowings-Homepage am Flughafen Köln/Bonn mit insgesamt 22 gestrichenen Verbindungen. „Es ist total überschaubar und absolut ruhig“, sagte eine Sprecherin des Flughafens am Dienstag. Vor allem innerdeutsche Strecken - unter anderem von und nach Berlin oder München - seien betroffen. Die Passagiere hätten sich aber rechtzeitig informiert. An Neujahr sollen der Sprecherin zufolge noch mal 30 Flüge ausfallen.

Wie erwartet habe zwar die überschaubare Größe der Germanwings dazu geführt, dass es „zu keinem Chaos an den Flughäfen gekommen ist“, sagte ein Sprecher der Kabinengewerkschaft Ufo. Dennoch sei die Streikbeteiligung enorm - und eine Verlängerung des Ausstands sei weiterhin möglich.

Auch in Düsseldorf wirkte sich der Streik am Dienstag zunächst kaum auf den Flugbetrieb aus. Den Angaben der Eurowings-Übersicht zufolge wurden insgesamt acht Ankünfte und Abflüge gestrichen. „Das sehen Sie nicht, wenn Sie am Flughafen sind“, sagte ein Flughafen-Sprecher. Reisende wurden auf andere Verbindungen umgebucht, lange Warteschlangen bildeten sich demnach nicht.

Auch die Strecke Dortmund-München war am Dienstag mit insgesamt vier gestrichenen Starts und Landungen betroffen, wie der Flughafen auf seiner Internetseite mitteilte. Im gesamten Streikzeitraum sind 16 Flüge betroffen.

Der Streik, der am Montag begann, soll nach derzeitiger Planung noch bis einschließlich Neujahr dauern. Bereits am ersten Streiktag am Montag hatte die Kabinengewerkschaft Ufo allerdings ihre Drohung bekräftigt, den Ausstand auszudehnen. „Wir können das kurzfristig verlängern“, sagte Ufo-Vize Daniel Flohr.

Lufthansa und Ufo liegen seit längerem im Clinch. Dabei geht es nicht nur um Tariffragen, sondern auch um die Anerkennung der Ufo als Gewerkschaft. Entsprechend sind die Fronten verhärtet. In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

(dpa)