Aachen: Flüchtlinge versuchen erneut, auf A44 in Lkw einzubrechen

Aachen : Flüchtlinge versuchen erneut, auf A44 in Lkw einzubrechen

Bereits zum zweiten Mal diese Woche haben mehrere Flüchtlinge an der A44 versucht, in einen geparkten Lkw einzubrechen und so nach England zu kommen.

Wie die Aachener Bundespolizei auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, hätten in der Nacht zu Freitag drei Männer aus Eritrea den Versuch unternommen, am Rastplatz Lichtenbusch am deutsch-belgischen Grenzübergang auf die geschlossene Ladefläche eines Lkw zu gelangen. Da die Männer die Tür jedoch nicht aufbekamen, seien sie geflohen. Ein Zeuge, der das Geschehen beobachtet hatte, verständigte gegen 3 Uhr morgens die Polizei, die wiederum die Bundespolizei informierte.

Mit Hilfe eines Hubschraubers und einer Wärmebildkamera gelang es den Bundespolizisten, die drei Männer aufzuspüren, die sich nicht weit vom Rastplatz entfernt versteckt hielten. Sie sind 18, 39 und 43 Jahre alt, zwei von ihnen seien polizeibekannt, wie die Bundespolizei mitteilte. Sie hätten offenbar versucht, nach England zu gelangen.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, als sechs Flüchtlinge in einen rumänischen Lkw einbrachen, um sich auf der Ladefläche zu verstecken. Auch diese Männer, von denen vier aus Eritrea stammen, sind nach Auskunft der Bundespolizei auf dem Weg nach England gewesen. Als der Lkw aber nicht losfuhr und die Männer die Tür von innen nicht mehr geöffnet bekamen, machten sie durch Klopfen auf sich aufmerksam.

Die Bundespolizei befreite sie am Mittwochmorgen gegen 7 Uhr schließlich aus dem Lkw. Fünf der Männer wurden dem Ausländeramt zur Ausweisung übergeben, sie hatten keinen Asylantrag gestellt. Der sechste Mann, ein Äthiopier, sei aufgefordert worden, sich in seine Unterkunft zu begeben, sein Asylverfahren in Deutschland läuft noch.

Zwei der drei am Freitagmorgen gefassten Männer aus Eritrea stellten in der Dienststelle der Aachene Bundespolizei einen Asylantrag. Der dritte Mann hatte bereits 2015 einen Asylantrag in Deutschland gestellt und war danach untergetaucht, wie die Bundespolizei erklärte. Er sei am Freitagmittag ans Ausländeramt überstellt worden und erhalte dort vermutlich eine Ausreiseaufforderung.

Ob einer der Männer bereits am Mittwoch unter denen war, die in den Lkw eingebrochen hatten, war am Freitag zunächst offen. Die Bundespolizei geht im Moment davon aus, dass es einen Zusammenhang beider Vorfälle gibt. Die Fahndung nach potenziellen Hintermännern der Schleusungsversuche läuft, teilte die Bundespolizei mit.

(gego)