Aachen: Finale beim September Special: „Macht Lust auf Aachen”

Aachen: Finale beim September Special: „Macht Lust auf Aachen”

Tolle Musik für jeden Geschmack, Lokalkolorit und überregional bekannte Künstler: Das September Special ist am Wochenende bei herrlichem Spätsommerwetter mit einem furiosen Finale zu Ende gegangen. Die Organisatoren zogen am Sonntag ein äußerst zufriedenes Fazit.

Schon am frühen Samstagnachmittag wurden die Schlangen vor dem Riesenrad auf dem Katschhof immer länger. Jeder wollte gern die Altstadt mal aus einer ganz besonderen Perspektive erleben. Eines ist klar: Das Riesenrad haben die Öcher längst als Herzstück des September Specials im Kopf.

Am Nachmittag hatte der Besucher einmal mehr die Qual der Wahl: Auf vier Bühnen spielten lokale Größen und Musiker aus ganz Deutschland. Auf dem Katschhof präsentierte die Städteregion Aachen das Projekt „Signal X”, bei dem regionale Musiker und Profimusiker in einem Workshop zusammengearbeitet haben.

Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit stellten die Aachener Bands Alvida & henk jr. vor. Auf dem Münsterplatz lockte die deutschsprachige Popband Vedette aus Ostbelgien. Den Markt eroberten die Wheels, die längst weitaus mehr als eine der besten Aachener Coverbands sind. Eine spannende Mischung aus Blues und Rock boten Richie Arndt & the Bluenatics im Hof. In der Kinder-Kunstwerkstatt der Bleiberger Fabrik amüsierten sich derweil viele Mädchen und Jungen am Rande des Katschhof-Geschehens. So entstanden kleine Gemälde, bunt bemalte Leinenbeutel oder Kunstwerke aus Tom.

Am Samstagabend zog es viele Musikinteressierte auf den Katschhof, wo das bekannte Peter Sonntag Quartett aus Aachen mit dem Rhythm & Brass Earth Ensemble ein furioses Konzert darbot. Gemeinsam mit Gitarristin Reno Schnell, kürzlich zur besten Gitarristin Europas gewählt, Sohn und Drum-Künstler Max Sonntag und Posaunist Markus Plum spielte sich Peter Sonntag vor der Rathauskulisse in einen wahren Rausch - Eigenkompositionen sowie Variationen großer Songs boten ein einzigartiges Erlebnis für das Publikum. Auch der Gastauftritt von Rick Takvorian vom Kulturbetrieb der Stadt Aachen darf hier nicht unerwähnt bleiben.

Auf dem Markt heizten „!DelaDap”, die multikulturell aufgestellte Band aus Moldawien ein. Sie verbinden traditionelle Gypsymusik mit urbanem Clubsound. Auf dem Münsterplatz erlebten die Zuschauer die zehnköpfige Aachener Ska-Band „The Quicksteps” rund um Bandgründer und Schlagzeuger Holger Bergmann.

Im Hof bot das Tilmann Schneider Swing Terzett mit Gästen humorvolle und pointenreiche Verse. Und nach den letzten Klängen gingen die tausenden musikalisch beschwingten Öcher nicht etwa nach Hause, sondern verteilten sich größtenteils in die umliegenden Gaststätten, um den Sommerabend ausklingen zu lassen.

„Wir sind überaus zufrieden mit der sechsten Auflage des neuen Stadtfest-Konzepts September Special. Das Wetter hat hervorragend mitgespielt bis auf einen kleinen Schauer am Freitagabend”, freute sich Organisatorin Yvonne Jungen und zog am Sonntag eine positive Bilanz.

„Aachen zeigt sich lebendig, jung und voller Atmosphäre. Das September Special macht einfach Lust auf Aachen”, sagte Wilhelm Schillings, Vorstandsvorsitzender des Märkte- und Aktionskreises City. Menschentrauben an allen Spielorten und insgesamt 30 Liveauftritte für jeden Musikgeschmack sprechen eine deutliche Sprache über den Erfolg.

Die vom Team der Burg Wilhelmstein unter Leitung von Ulrich Pesch auf dem Markt organisierten Konzerte sorgten mit ungewöhnlichen, überregional erfolgreichen Künstlern einmal mehr frischen Wind. Der erstmalig vom Kulturbetrieb der Stadt Aachen organisierte Spielort auf dem Katschhof zwischen Dom und Rathaus kam überaus gut an. Nicht fehlen im Programm dürfen der kultige „Öcher Ovvend” oder der Stawag Music Award.

Auch das überarbeitete Sicherheitskonzept ist voll aufgegangen. „Wir konnten zum Beispiel den Hof durch die Einführung eines Einbahnstraßenkonzepts entlasten und Stauungen an den Ein- und Ausgängen vermeiden”, sagt Renée Schulz von der Stadt Aachen. Das September Special sei mittlerweile eine etablierte Marke und eine tolle Werbung für die Stadt Aachen.

„Es war wieder eine runde Sache, an der wir auch im nächsten Jahr unverändert festhalten wollen”, weckt Schulz bereits jetzt Vorfreude auf das Kulturquartett an vier Tagen und vier Spielorten im September 2013. Spätestens dann soll es in Aachen wieder ganz speziell hoch hergehen.

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