Aachen: Feuer an der A44: Raststätte Lichtenbusch abgebrannt

Aachen: Feuer an der A44: Raststätte Lichtenbusch abgebrannt

Als Feuerwehreinsatzleiter Max Nüßler gerade der Presse erste Infos zum Großeinsatz gibt, kommt die Meldung: Polizist kollabiert. Bald darauf sind es zwei weitere Beamte, für die das Feuer an der deutsch-belgischen Grenze gesundheitliche Folgen hat.

Sie alle haben Minuten zuvor den Verkehr auf der Autobahn 44 geregelt - und sind voll in den Qualm geraten. Rauchgasvergiftungen sind die Folge. Alle drei werden ins Klinikum gebracht. Die Feuerwehr ist in diesem Moment noch voll zu Gange. Zwar stehen von der „Ratsstätte Lichtenbusch” fast nur noch die Grundmauern, aber immer wieder flammen Glutnester auf.

Knapp eine Stunde vorher gegen 17 Uhr: Bei der Feuerwehr geht eine Brandmeldung ein. Eine Friteuse, so heißt es, hat in der Raststätte Feuer gefangen. „Als wir ankamen, schlugen die Flammen aber schon aus dem Dach”, sagt Nüßler. Autofahrer, die in diesem Augenblick weit entfernt vom Einsatzort sind, sehen einen riesigen Rauchpilz, der sich im Aachener Süden erhebt - um dann vom Wind wieder Richtung Boden gedrückt zu werden.

Autofahrer auf der Autobahn sehen zeitweise die Hand vor Augen nicht. Polizei und Bundespolizei sperren die A44 Richtung Aachen an der Grenze komplett ab. Die Feuerwehr ist mit drei Löschzügen, unterem jenem der „Freiwilligen” aus Sief, angerückt. Später werden weitere Kräfte angefordert. In einigen Stadtteilen gehen die Sirenen, mehrere Löschzüge werden in Alarmbereitschaft versetzt.

Und die Feuerwehr hat vor Ort ziemlich zu kämpfen. Als sich schon die ersten Trupps im Gebäude befinden, droht plötzlich der brennende Dachstuhl einzustürzen. „Alle raus!”, lautet das Kommando. Jetzt wird über Drehleitern von oben sowie von außen gelöscht.

Viel zu retten ist nicht. Das Gebäude erleidet vermutlich einen Totalschaden, innen ist ebenfalls fast alles verwüstet. Was für die Helfer aber keineswegs Entwarnung bedeutet. Es wird weiter gelöscht, was die Rohre hergeben. Wegen der verletzten Polizisten sind auch Rettungssanitäter und Notärzte im Einsatz.

Nach rund einer Stunde Einsatz raucht es immer noch kräftig an der Autobahn. Beißender Geruch liegt in der Luft. Das Feuer selbst haben die mehr als 40 Helfer zwischenzeitlich weitgehend im Griff. Auch die Autobahn, auf der sich der Verkehr hinter der Sperre kräftig gestaut hat, kann wieder freigegeben werden.

Die „Nachlöscharbeiten” der Wehr dauern allerdings noch Stunden. Dann erst ist die Zeit für die Kriminalpolizei gekommen, deren Aufgabe es ist, die Brandursache herauszufinden. Die Raststätte hat jedenfalls auf unabsehbare Zeit aufgehört zu existieren. Der Schaden inklusive des zerstörten Inventars dürfte bei mehreren hunderttausend Euro liegen - mindestens.