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Karneval: Fettdonnerstag für die Einsatzkräfte ruhiger als in den Vorjahren

Karneval : Fettdonnerstag für die Einsatzkräfte ruhiger als in den Vorjahren

Das närrische Treiben zahlreicher Jecken hat in der Nacht zu Freitag zu einigen Polizeieinsätzen geführt. Insgesamt war es jedoch ruhiger als in den Vorjahren, bilanzierten die Polizeileitstellen in der Region.

Egal ob in Aachen, Heinsberg oder Köln: Im ganzen Rheinland feierten tausende Jecke die Weiberfastnacht. Dabei musste auch immer wieder die Polizei einschreiten, insgesamt zogen die Beamten jedoch ein positives Fazit.

Zum Beginn des Karnevals verzeichnete die Polizei in Aachen 90 Einsätze, insgesamt wurden 45 Platzverweise ausgesprochen. 24 Karnevalisten verbrachten den Abend schließlich in Gewahrsam und 16 Strafverfahren wurden eingeleitet. In der Aachener Innenstadt kam es am Abend zu einem veruchten und einem vollendeten Raubdelikt. Das Einsatzaufkommen war ähnlich wie im vergangenen Jahr, die Großveranstaltungen verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Insgesamt resümierte die Polizei einen ruhigen Start in den Karneval.

Ähnlich war es im Kreis Heinsberg, wo die Polizei 48 Einsätze, 16 Platzverweise, elf Ingewahrsamnamen und neun Körperverletzungen verzeichnete, so die Pressestelle. Sieben Personen erlitten leichte Verletzungen. Zwei mussten mit schweren Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden.

Im Kreis Düren zeigte sich die Polizei noch zufriedener, dort waren es nur 30 Einsätze nachdem es im Vorjahr noch 44 waren. Insgesamt handelte es sich um 17 Körperverletzungen, neun Randalierer, zwei Taschendiebe, zwei Sachbeschädigungen und zwei Sexualstraftaten. Zehn Personen mussten den Fettdonnerstag in Gewahrsam verbringen, eine leistete Widerstand gegen die Vollstreckungsbeamten.

Zwei Männer waren auf dem Hoeschplatz in eine Schlägerei verwickelt. Als ein Polizeibeamter die prügelnden Männer voneinander trennen wollte, wurde er rücklings von einem weiteren Mann angegriffen, indem dieser versuchte, ihm seine Einsatzmittel zu entreißen. Der Angreifer konnte überwältigt werden und wurde dem Polizeigewahrsam zugeführt. Bei den zwei angezeigten Sexualdelikten gab in einem Fall eine Jugendliche an, von einem ihr bekannten, männlichen Jugendlichen vergewaltigt worden zu sein. Einen weiteren Vorfall gab es in Kreuzau, hier wurden zwei weibliche Jugendliche von einem unbekannten, männlichen Täter unsittlich berührt.

Der Karnevalsauftakt ist in der Landeshauptstadt laut Polizei „alles andere als ruhig“ verlaufen. In der Düsseldorfer Altstadt, die trotz Sturms und Regen sehr gut besucht gewesen sei, seien 48 Körperverletzungen registriert worden – nach 37 im Vorjahr, berichteten die Beamten am Freitag. Messer seien dabei nicht eingesetzt worden.

Die Zahl der karnevalsbedingten Polizeieinsätze stieg leicht auf 222. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt. 13 aggressive Narren wurden in Gewahrsam genommen – nach 36 im Vorjahr. 95 erhielten einen Platzverweis – nach 144 im Vorjahr. Zwei Sexualdelikte wurden bislang angezeigt.

Mehrere hundert Polizisten hatten Altweiber, den Auftakt des Straßenkarnevals, in Düsseldorf gesichert. Bewährt hätten sich das Glasverbot in der Altstadt sowie die Videoüberwachung mit inzwischen zehn fest installierten Kameras. Beim Rosenmontagszug, zu dem mehrere 100.000 Zuschauer erwartet werden, sollen fast 1000 Polizisten im Einsatz sein.

Das Feiern in der Karnevalshochburg Köln wurde von dem Tod einer jungen Frau überschattet. Die 29-Jährige war am Donnerstagabend am Bahnhof Köln-Ehrenfeld ins Gleis gestürzt und von einem Zug überrollt worden, wie die Polizei mitteilte. Ob die Frau an Weiberfastnacht selbst Karneval gefeiert hatte, war zunächst unklar. Insgesamt war die Landespolizei in Köln mit rund 1000 Kräften im Einsatz. Die Polizisten schrieben 85 Strafanzeigen, fast die Hälfte davon wegen Körperverletzungen.

Im Rhein-Erft-Kreis verringerte sich die Anzahl der Einsätze aufgrund von Gewalt von 57 auf 53, der größte davon in Hürth, wo es an einem Sportplatz zu einer Schlägerei kam. Im Kreis Euskirchen gab es 66 Einsätze, 30 Platzverweise und neun Personen kamen in Gewahrsam.

Ungewöhnlich wurde es in Ostbelgien: Dort biss ein Mann einem anderen ein Stück des Ohrs ab. Es kam zu mehreren Einsätzen in Eupen und neun Fahrer wurden positiv auf Alkohol getestet.

(cheb)