EVG ruft Busfahrer von Rheinlandbus zum Steik auf

Aachen, Düren, Geilenkirchen und Simmerath : Busse in NRW wegen Warnstreiks ausgefallen

Pendlern in zwölf nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden drohte am Dienstagmorgen bis 9 Uhr ein deutlich längerer Weg zur Arbeit. Die Gewerkschaft EVG hatte Busfahrer, die bei Busverkehr Rheinland beschäftigt sind, zum Warnstreik aufgerufen.

In einer Reihe von Städten und Gemeinden sind durch einen Warnstreik bei der Bahn-Tochter BVR Busverkehr Rheinland am Dienstagmorgen Überlandbusse ausgefallen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG sprach von einer sehr großen Beteiligung an der Aktion. „Über 100 Kolleginnen und Kollegen haben sich an den Warnstreiks beteiligt“, sagte ein EVG-Sprecher auf Anfrage. An dem Warnstreik hätten neben Busfahrern auch Verwaltungsmitarbeiter teilgenommen. Insgesamt sind nach einer Übersicht der Gewerkschaft 85 Busse ausgefallen.

Nach Gewerkschaftsangaben vor Beginn des Warnstreiks sollte dieser Aachen, Bottrop, Düren, Dormagen, Grevenbroich, Geilenkirchen, Gummersbach, Mülheim, Hagen, Simmerath, Velbert und Wesel betreffen. Die Aktion, mit der Druck auf die Arbeitgeberseite vor der dritten Tarifrunde ausgeübt werden sollte, war zwischen 03.30 Uhr und 09.00 Uhr geplant. „Wir erwarten jetzt vom Arbeitgeber am Freitag ein verbessertes Angebot“, sagte der EVG-Sprecher am Dienstag.

Die Bahn-Tochter BVR Busverkehr Rheinland bedient vor allem Linien im ländlichen Raum, fährt zum Teil aber auch innerstädtische Linien. Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte die Größenordnung, dass sich etwa 80 bis 90 Fahrer an dem Warnstreik beteiligt hätten. Es habe aber durch die Gewerkschaftsaktion keinen generellen Ausfall gegeben, da ohnehin auch Subunternehmer im Einsatz seien. Die Bahn-Tochter habe durch Informationen an Radiosender noch versucht, Kunden auf den Warnstreik und mögliche Auswirkungen auf Verbindungen hinzuweisen.

(dpa)
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