Aachen: Europäische Vereinigung im Aachener Wolfsrevier

Aachen: Europäische Vereinigung im Aachener Wolfsrevier

Was wird nicht derzeit alles über den Euro und die Krise der Europäischen Union lamentiert. Während sich in der großen Politik die Briten immer weiter aus Europa entfernen und es auch in Griechenland finanziell nicht gut aussieht, gibt es aus zoologischer Sicht durchaus Hoffnung auf eine europäische Vereinigung.

Denn der bisher als Junggeselle im Euregiozoo lebende Mähnenwolf Lois, der laut seinen Papieren gebürtiger Engländer ist, hat eine Partnerin erhalten.

Und diese stammt ­- ganz dem europäischen Gedanken verpflichtet - aus Frankreich. Damit hat der Aachener Tierpark seinen ganz eigenen Karlspreis erhalten, denn der Einzug der französischen Mähnenwölfin Mel ist eine echte Auszeichnung für den Park.

Schließlich sind die südamerikanischen Wildhunde in ihrer Heimat so stark vom Aussterben bedroht, dass sich die europäischen Zoos zu einem Erhaltungszuchtprogramm zusammengeschlossen haben, um ein Aussterben der Tiere durch Zucht zu verhindern. An einem solchen Programm dürfen nur ausgewählte Tiergärten teilnehmen, die den Tieren beste Lebensbedingungen bieten können.

Hierbei konnte das Öcher Wolfsrevier ganz offensichtlich punkten und so durfte ein junges Mähnenwolfweibchen die Reise aus Amien nach Aachen antreten. Dort wurde sie ganz untypisch nicht durch Öcher Schmuddelwetter, sondern durch Schnee und Frost begrüßt.

Die Mitarbeiter des Tierparks hoffen nun, dass die Minusgrade die Annäherung der beiden Mähnenwölfe beschleunigt, damit die europäische Vereinigung vollendet wird, ganz im Sinne des Artenschutzes.

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