Aachen: Euregio Wirtschaftsschau: Eine Brücke aus der Soers nach Eupen

Aachen : Euregio Wirtschaftsschau: Eine Brücke aus der Soers nach Eupen

Shoppen und mit allen Sinnen genießen, staunen und Neues erleben in der riesigen Zeltstadt auf dem CHIO-Gelände — das können die Besucher der Euregio-Wirtschaftsschau, einer Veranstaltung des Medienhauses Aachen, die in diesem Jahr seine 32. Auflage erlebt. Die größte Verbrauchermesse im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande öffnet am Freitag, 2. März, ihre Tore.

Rund 250 Aussteller bieten ein attraktives Programm für die ganze Familie. Erstmals präsentiert die große Verbraucher- und Erlebnismesse in diesem Jahr mit der Stadt Eupen zudem eine Partnerstadt — ein Konzept, das auch in Zukunft Bestand haben soll. Ziel ist es, durch die Vorstellung einer Stadt aus den grenznahen Nachbarländern, zusätzliche Aussteller und Besucher für die Messe zu gewinnen.

Die Stadt Eupen hat als Partnerstadt der Euregio Wirtschaftsschau die Möglichkeit, ihre Vorzüge als Hauptstadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens zu präsentieren. Foto: Archiv

Auf 20.000 Quadratmetern werden 18 Themenfelder, darunter Automobilität, Bauen, Wohnen, Mode, Freizeit, Reisen, Genuss, Gesundheit und Sport abgedeckt. „Wir freuen uns, mit Eupen als Partnerstadt die Vorzüge der Hauptstadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens präsentieren zu können“, betont Kathrin Halcour, Geschäftsleiterin Euregio Messen GmbH. Alain Brock, Geschäftsführer des Rats für Stadtmarketing Eupen, weiß, wie er Appetit auf die Messe macht: „Wir präsentieren Eupener Biersorten und geben einen Einblick in die Architektur, die Geschichte und die Kultur der Stadt.“ Nicht umsonst bezeichne man Eupen auch als das Tor zum Hohen Venn. „Es gibt viel zu entdecken, und wir freuen uns sehr, auf der Euregio dabei sein zu dürfen“, sagt Brock

Neben der Stadtkooperation gibt es allerdings noch weitere Neuerungen. Die Interessengemeinschaft (IG) Eilendorf ist mit einer eigenen Halle unter dem Motto „Isch kauf Eilendorf“ vertreten. Handel, Handwerk und Gewerbe laden zum lokalen Schnuppern und Einkaufen ein. „Wir nutzen die Gelegenheit, die Vielfalt, die wir in dem schönen Stadtteil Eilendorf haben, einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Es ist erstmal nur ein Versuch, der sich aber im Laufe der Jahre immer weiterentwickeln und etablieren soll“, erzählt Christian Moeres von Optik Moeres in Eilendorf.

In dem Zusammenhang ist erstmals auch der MAC (Märkte- und Aktionskreis Aachen) mit der Initiative „Einkaufen in Aachen“ vor Ort vertreten. Neu ist zudem, dass Messebesucher Eissauna-Gänge und Spiele in virtuellen Welten erleben können. Harald von Ameln, Geschäftsführer vom Fitnessstudio K3, ist gespannt, wer sich in die Eissauna trauen wird. „Interessierte können sich für drei Minuten bei bis zu minus 196 Grad Celsius in die Eissauna begeben. Der Körper reagiert auf den physikalischen Kältereiz. Zahlreiche Effekte treten auf, die in verschiedenen Bereichen wie Medizin, Sport, Wellness und Beauty Anwendung finden“, sagt von Ameln. Diese Art der Therapie habe seinen Ursprung in Japan. Der positive Nutzen der Kälte werde schon seit Jahrhunderten von verschiedenen Ärzten und Wissenschaftler beschrieben, erläutert von Ameln das Konzept.

Wer es nicht ganz so extrem und vor allem nicht so extrem kalt mag, der sollte unbedingt das Holocafé von Jutta Koppenhöfer ausprobieren. Bei dem „virtual reality gaming cafe“ können bis zu vier Spieler gleichzeitig virtuell in andere Welten abtauchen und dort miteinander agieren.

Begleitet wird die zehntägige Wirtschaftsschau von einem vielfältigen Rahmenprogramm, das eine neue Quizshow aber auch eine Bierverkostung beinhaltet sowie bewährte Nightwash-Comedy-Abende und tägliche Kochvorführungen umfasst. Auch eine Hundeshow sowie das traditionelle Euregio-Talentcasting werden nicht fehlen. Konzert- und Festivalveranstalter Peter Jumpertz sitzt erstmals in der Jury und freut sich auf viele Talente. „Häufig entdeckt man gerade auf solchen Veranstaltungen echte Nachwuchskünstler, die man dann ein Stück weit fördern und begleiten kann. Ich bin gespannt, mit welchen Disziplinen uns die Teilnehmer überzeugen werden“, so Jumpertz.

Halcour freut sich schon auf den Start in wenigen Wochen. „Die Stärke einer Messe wie der unseren liegt in der Live-Situation, dem unmittelbaren Austausch, der Kommunikation mit allen Sinnen. Das klärt Fragen und schafft Vertrauen.“

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