Große lokale Unterschiede: Erstes Halbjahr war in NRW trockener und wärmer als üblich

Große lokale Unterschiede : Erstes Halbjahr war in NRW trockener und wärmer als üblich

Wenigstens kurz können Land- und Forstwirte derzeit aufatmen: Es gibt Regen. Im ersten Halbjahr 2019 lag die Niederschlagsmenge in NRW aber deutlich unter dem langjährigen Mittel.

Den aktuellen Regen kann Nordrhein-Westfalen gut gebrauchen: In NRW hat es im ersten Halbjahr 2019 deutlich weniger Niederschläge gegeben als im langjährigen Mittel. Während in den Jahren 1961 bis 1990 im Schnitt knapp 424 Liter pro Quadratmeter fielen, waren es 2019 lediglich gut 385 Liter, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im ersten Halbjahr 2018 war es mit nur 328 Litern allerdings noch trockener.

„Insgesamt war das Jahr 2019 feuchter als 2018, wobei die regionalen Unterschiede recht groß sind“, sagte Thomas Kesseler-Lauterkorn vom regionalen DWD-Klimabüro Essen. Besonders in der Nordwesthälfte Nordrhein-Westfalens seien zum Teil nur um die 300 Liter Niederschlag im ersten Halbjahr gefallen, „während anderenorts die Werte deutlich über dem Klimamittel lagen“.

Die sogenannte Mitteltemperatur lag in den ersten sechs Monaten 2019 mit 9,2 Grad noch über dem Vorjahreswert von 9,0 Grad. Der langjährige Mittelwert liegt bei 7,2 Grad. Kesseler-Lauterkorn nannte den Unterschied „enorm“.

Große Unterschiede gab es auch bei den Sonnenscheinstunden. Während im langjährigen Mittel in NRW 739 Stunden registriert wurden, waren es im ersten Halbjahr 2018 schon 939 und 2019 sogar 943 Stunden.

Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag hatte es in NRW erste Gewitter gegeben. Der DWD rechnet in vielen Teilen Deutschlands bis Montagnacht mit 10 bis 30 Litern Regen pro Quadratmeter. In NRW sind auch weiter Gewitter, Hagel und Starkregen möglich.

(dpa)
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