Mönchengladbach: Ermittlungsbehörden zerschlagen Gruppe illegaler Waffenhändler

Mönchengladbach: Ermittlungsbehörden zerschlagen Gruppe illegaler Waffenhändler

Der Essener Staatsanwaltschaft und Polizei ist ein Schlag gegen den illegalen Waffenhandel gelungen. Wie die Ermittlungsbehörden am Dienstag mitteilten, wurden bereits im vergangenen Juli bei Durchsuchungen in mehreren Bundesländern 260 illegale Schusswaffen und Munition sichergestellt.

Sieben Tatverdächtige im Alter von 27 bis 59 Jahren kamen in Untersuchungshaft - darunter auch der 43-jährige Waffenhändler aus Gladbeck, der als Hauptverdächtiger gilt und bei dem rund 100 Waffen gefunden wurden.

Den Angaben zufolge war seit April 2008 in Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei gegen die Gruppe ermittelt worden. Die Untersuchungen waren ins Rollen gekommen, nachdem ein Niederländer in seinem Heimatland festgenommen worden war. Dabei wurden 15 Pistolen bei dem Mann entdeckt, die er über den Gladbecker Waffenhändler bezogen hatte.

Der mutmaßliche Haupttäter soll die Waffen über ein Internetportal verkauft haben. Die Waffen baute er zum Schein zu erlaubnisfreien Luftdruckwaffen um, allerdings konnten die Waffen auch wieder zu scharfen Feuerwaffen zurückgebaut werden. Die für den Umbau notwendigen Waffen erhielt er von einem Waffengeschäft in Leverkusen. Zudem unterhielt der Mann Kontakte zu weiteren Waffenhändlern in Deutschland und in Österreich.

Laut den Behörden soll der 43-jährige Hauptbeschuldigte seit 2006 rund 650 Schusswaffen illegal besorgt und größtenteils weiterverkauft haben. Bei den Aktionen vom Sommer wurden Pistolen und Gewehre sowie vollautomatische Kriegswaffen sichergestellt. Beschuldigte aus Gladbeck, Leverkusen, Düsseldorf, Mönchengladbach und Saarwellingen kamen in Haft. Zwei der Beschuldigten sind mittlerweile schon angeklagt, einer wurde zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

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