Ermittlungen gegen drei mutmaßliche Ku-Klux-Klan-Mitglieder in NRW

Ermittlungen eingeleitet : Drei mutmaßliche Ku-Klux-Klan-Mitglieder kommen aus NRW

Unter den 17 Beschuldigten, die einer deutschen Gruppe des rassistischen Ku Klux Klan angehören sollen, kommen drei aus Nordrhein-Westfalen. Das hat der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz am Dienstag mitgeteilt.

Wo die drei mutmaßlichen Rechtsextremisten in NRW wohnen, wollten die Behörden nicht mitteilen. Die „Rheinische Post“ hatte über die Verdächtigen aus NRW berichtet.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen Anhänger der Gruppe „National Sozialistischer Klan“ (NSK) wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Mitte Januar hatte dies zu einer Razzia in acht Bundesländern geführt. Dabei stellten Beamte mehr als 100 Waffen sicher. Die Beschuldigten im Alter von 17 bis 59 Jahren soll sich „National Socialist Knights of the Ku Klux Klan Deutschland“ nennen.

„Die Mitglieder eint ihre rechte Gesinnung, die sich unter anderem in einer Glorifizierung des Nationalsozialismus äußert“, hatten die Ermittler mitgeteilt.

In Deutschland tauchen immer wieder Gruppen auf, die sich als Ku Klux Klan bezeichnen und sich in der Regel auf den Klan berufen, der in seiner ursprünglichen Form 1865 in den USA gegründet worden war. Der rassistische Ku Klux Klan verbreitete dort mit nächtlichen Überfällen in weißen Kutten und brennenden Kreuzen Angst und Schrecken.

In Nordrhein-Westfalen wurden die Webseiten „KKK Distrikt NRW“ und „KKK Ruhrgebiet“ 2011 ins Internet gestellt. Im aktuellen NRW-Verfassungsschutzbericht wird der Ku Klux Klan nicht erwähnt. Man gehe von weniger als zehn aktiven Anhängern in NRW aus, hieß es.

(dpa)
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