Aachen: Entwicklungshilfe vor Ort: „Ingenieure ohne Grenzen”

Aachen: Entwicklungshilfe vor Ort: „Ingenieure ohne Grenzen”

Die Stromversorgung für eine Schule in Indien herzustellen, das wäre so ein Projekt, das Joerg Berroth sich gut vorstellen könnte.

Es geht nicht speziell um Indien und nicht speziell um Schulen, Joerg Berroth sagt, den „Ingenieuren ohne Grenzen” gehe es um Entwicklungshilfe, um Wissenstransfer im Allgemeinen, das findet er ganz gut. Deswegen hat Berroth, 25, Maschinenbau-Student aus Aachen, mit fünf Kommilitonen vergangenen November in Aachen eine Regionalgruppe der Organisation „Ingenieure ohne Grenzen” gegründet. Und in kaum zwei Monaten sind aus sechs Mitgliedern 20 geworden. Joerg Berroth sagt: „Das ist doch mal ein Anfang.”

Die seit 2004 auch in Deutschland vertretene Organisation hat in neun Regionalgruppen etwa 300 Mitglieder. Die Berliner Gruppe etwa hat in Tansania eine Biogasanlage gebaut, die Stuttgarter Gruppe Brücken in Kenia und Ruanda. Die Organisation ist gemeinnützig und finanziert sich aus Spenden. Wer für ein Projekt aktiv wird, tut das ehrenamtlich.

Die Aachener Regionalgruppe ist noch nicht so weit, sich sofort eines konkreten Projektes anzunehmen. Philipp Wermser, 22, Mitglied der Ortsgruppe Aachen und ebenfalls Maschinenbau-Student, sagt, bei den Vereinsabenden im Humboldt-Haus an der Pontstraße 41 (donnerstags, 19.30 Uhr) würden Ideen gesammelt und diskutiert, Arbeitsgruppen gebildet, Möglichkeiten erörtert. Um interessante Projekte zu finden, sind Kooperationen mit karitativen Verbänden oder örtlichen Initiativen etwa afrikanischer Studenten angedacht.

Die Aachen Ortsgruppe, sagt Wermser, freut sich über neue Mitglieder, die nicht notwendigerweise Ingenieure sein müssen. Willkommen ist eigentlich jeder, der bereit ist, sich für Projekte in Entwicklungsländern zu engagieren. Da die bisherigen Mitglieder alle Studenten sind, wären berufstätige Menschen schon aufgrund ihrer Erfahrung wertvoll. Professoren zum Beispiel.

Die „Ingenieure ohne Grenzen” treffen sich jeden zweiten Donnerstag um 19.30 Uhr im Aachener Humboldt-Haus, Pontstraße 41. Interessierte sind willkommen. Weitere Informationen unter 0241/47586429.

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