Aachen/Merzenich: „Ende Gelände“-Aktivistin vor Pferd gestoßen: Kein Verfahren gegen Polizisten

Aachen/Merzenich : „Ende Gelände“-Aktivistin vor Pferd gestoßen: Kein Verfahren gegen Polizisten

Die Aachener Staatsanwaltschaft wird kein Ermittlungsverfahren gegen den Polizisten einleiten, der bei der „Ende Gelände“-Demo im Tagebau Hambach am 5. November 2017 eine Aktivistin in Lebensgefahr gebracht hatte. Das teilte Staatsanwalt Jost Schützeberg am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Zwar habe der Polizist die Aktivistin tatsächlich vor ein herantrabendes berittenes Polizeipferd gestoßen; doch der Polizist habe das nahende Pferd nicht sehen können. Deswegen könne ihm kein Vorsatz unterstellt werden. Auch die Polizistin, die das Pferd ritt, habe nicht damit rechnen können, dass die Aktivistin in ihren Reitweg fallen würde.

Vor dem Stoß hatte die Aktivistin versucht, einen Polizisten daran zu hindern, eine Sitzblockade aufzulösen. Der Polizist hatte sich zu den Aktivistin umgedreht und sie weggestoßen. Daraufhin war die Frau nach hinten gefallen und von einem Pferd mit dem Huf am Oberkörper oder an der Schulter berührt worden.

Genau habe diese Frage nicht geklärt werden können, sagte Schützeberg am Donnerstag. Die Aktivistin war offenbar nicht schwer verletzt worden.

(gego)
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