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Köln plant um: Ekel-Wetter bedroht Karnevalsumzüge in NRW

Köln plant um : Ekel-Wetter bedroht Karnevalsumzüge in NRW

„Sieht nicht so dolle aus“: Der Sonntag dürfte in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen ungemütlich werden, es drohen Dauerregen und Sturmböen. Für die vielen Karnevalsumzüge kann das zur Gefahr werden. Um dem Wind auszuweichen, hat man in Köln bereits reagiert.

Die schlechte Wetterprognose mit Sturmböen und Dauerregen führt in Nordrhein-Westfalen zu ersten Änderungen und Absagen bei den Karnevalsumzügen. Am prominentesten ist Köln betroffen. Die sogenannten Schull- un Veedelszöch am Sonntag, zu denen in der Regel Hunderttausende Schaulustige kommen, werden vorgezogen und die Zugstrecke stark verkürzt. „Wir hoffen, dass wir dadurch in den Windkorridor kommen, dass wir den Zug ohne Einschränkungen laufen lassen können“, erklärte Zugleiter Wilhelm Stoffel am Samstag.

Statt um 11.11 Uhr soll es in Köln nun schon um 10.45 Uhr losgehen. Zudem wird die Strecke um zwei Kilometer verkürzt und Aufbauten auf Fahrzeugen werden wieder abgebaut. „Es wird zwar auch regnen, was schlimm ist“, sagte Stoffel. „Aber der Wind ist das Problem.“ Die Schul- und Viertelszüge - wie sie auf Hochdeutsch heißen - gelten als die ursprünglichsten Karnevalsumzüge in Köln. Zuvor hatte der WDR über die Änderungen berichtet.

Andernorts kam es bereits zu Absagen für Sonntag. Betroffen war unter anderem der Karnevalszug durch Essen-Kettwig. Die Wetterbedingungen seien zu schlecht, teilte der Kettwiger Karnevals-Club auf seiner Facebook-Seite mit. „Gefeiert wird aber trotzdem“, sagte der erste Vorsitzende Markus Bredenfeld der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben unsere After-Zug-Party auf 13.11 Uhr vorverlegt und auch schon entsprechend Getränke nachbestellt.“

Auch in Salzkotten im Kreis Paderborn entschied man sich, den Zug sicherheitshalber ausfallen zu lassen. Der Karnevalsverein Blau-Weiß im Ortsteil Scharmede teilte auf seiner Internetseite mit, den Umzug möglicherweise im Frühjahr nachholen zu wollen. Zuvor hatten mehrere Medien über die Absage der Umzüge berichtet.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet am Sonntag in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen mit starkem Wind und viel Regen. „Sieht nicht so dolle aus“, fasste ein Sprecher die Prognose zusammen. Einzig Teile des Münsterlands könnten einigermaßen zuversichtlich sein. „Je nördlicher, desto weniger Wind, desto weniger Windböen“, sagte er.

In der Karnevalshochburg Düsseldorf wurde die Entwicklung ebenfalls beobachtet. Dort ist am Sonntag das sogenannte Kö-Treiben auf der Königsallee geplant. Zunächst blieb es auch bei diesem Plan, wie ein Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carnevals mitteilte. Aber man sei bereit, auch kurzfristig umzuentscheiden.

Für die Rosenmontagzüge sieht die Prognose besser aus. Das Festkomitee Kölner Karneval teilte mit, man gehe davon aus, „wie geplant“ durch die Stadt ziehen zu können.

(dpa)