Aachen: Eishockey-Unicup: Fachschaft Medizin verteidigt ihren Titel

Aachen: Eishockey-Unicup: Fachschaft Medizin verteidigt ihren Titel

Wie in einem Hexenkessel ging es zu beim Kultevent der RWTH Aachen in der Tivoli-Eissporthalle: Zum 25. Mal veranstaltete das Hochschulsportzentrum (HSZ) jetzt den Eishockey Uni-Cup um die Thyssen-Krupp-Trophy. 2700 Zuschauer waren dabei — und die waren begeistert.

Denn, wer einmal dabei war, kommt nicht mehr davon los. Bereits das Auftaktspiel bietet einen ersten Höhepunkt. Traditionell tritt die Eishockeymannschaft der RWTH Aachen gegen eine andere Hochschulmannschaft an. In diesem Jahr freuten sich die Zuschauer über ein internationales Kräftemessen mit einem Studierendenteam aus dem türkischen Ankara.

Spätestens wenn die Teams der Fachschaften Maschinenbau (Aachen Steelers), Elektrotechnik (E-Tech -Lions) und Medizin (Medical Strikers) sich die Ehre geben, dann jubeln alle mit. Die Spieler tragen nicht den üblichen Eishockey-Dress, sondern bunte und ausgefallene Kostüme. Der Spaß am Spektakel wichtiger als sportlicher Ehrgeiz und Spielkunst. Fabian Schongen von RWTH-FH-Eishockey-Team „Aachen-Ice-Emperors“, Christoph Bialdyga, Fachschaftsvertreter Maschinenbau, Till Klein von der Fachschaft Medizin und Julia Hinßen von der Fachschaft Elektrotechnik feierten mittendrin mit.

Und auch HSZ-Leiter Nico Sperle und HSZ-Eventkoordinatorin Nina Zirke sind angesichts des Riesenerfolges begeistert. „Der Uni-Cup ist für das HSZ neben dem Lousberglauf das kultigste Event im Jahr“, betont Zirke. Auch einige der Mitbegründer der Veranstaltung, die von Christian Mittermayer ins Leben gerufen wurde, waren anwesend. Der Mediziner hatte als Student vorwiegend aus Spaßgründen die Idee zum Cup entwickelt. Bei der Premiere waren gerade mal zehn Zuschauer dabei.

Am erfolgreichen Konzept hat sich bis heute nicht viel verändert: Je drei Teams aus Professoren und Studenten treten gegeneinander an um den begehrten Wanderpokal. Seit 2002 ist der Cup fester Bestandteil des Programms des HSZ.

Das wissen natürlich auch die Studierenden längst. Die 2700 Karten waren auch diesmal binnen Minuten vergriffen. Kein Wunder, gibt es doch einiges zu erleben, was den Uni-Alltag vergessen lässt: Neben den showreifen Auftritten der Fachschafts-Teams lassen sich die Zuschauer in den Spielpausen von den Cheerleadergruppen der Fachschaften begeistern.

Die Fachschaft Medizin hat schließlich mit einem deutlichen Vorsprung von 24 Punkten gewonnen. Platz 2 ging an die Maschinenbauer mit zwölf Punkten. Die Fachschaft Elektrotechnik kam mit neun Punkten auf Platz 3. „Damit haben die Mediziner im Jubiläumsjahr klar und deutlich ihren Titel verteidigt“, freute sich der Sprecher des Hochschulsportzentrums der RWTH, Robert Peters, zu später Stunde.

Wer danach genug gefeiert hatte, wurde von den Aseag-Shuttle-Bussen zurückgebracht, für alle anderen ging die Party in der Diskothek Starfish nahtlos weiter. Und in diesem Jahr wurde die Party nach der Siegerehrung noch ausgelassener, immerhin galt es, das 25-jährige Jubiläum des Uni-Cups zu feiern.

Doch nicht allein Party steht auf dem Programm beim Uni-Cup. Bereits seit den Anfangstagen geht der Erlös an karitative Einrichtungen. Auch in diesem Jahr erhält „Right to Play“ einen Teil der Spendengelder. Die Organisation ermöglicht von Krieg, Krankheit und Armut bedrohten Kindern einen Zugang zum Sport. Zweiter Spendenempfänger ist „Rock Your Life“. Dieser Verein initiiert und begleitet Coachingbeziehungen zwischen Hauptschülern und Studenten.

Die Spenden werden durch die Unterstützung der Sponsoren Stawag und Thyssen-Krupp möglich.

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