Aachen/Hambach: Einsatz im Hambacher Forst: 17 Lkw-Ladungen Unrat geräumt

Aachen/Hambach : Einsatz im Hambacher Forst: 17 Lkw-Ladungen Unrat geräumt

Am Donnerstagmorgen hat RWE die als Rettungs- und Einsatzwege genutzten Waldwege im Hambacher Forst geprüft. Dabei wurden Barrikaden und Hindernisse beseitigt, außerdem mussten eine Sprengmittel-Attrappe sowie zwei nicht mehr funktionstüchtige Weltkriegsgranaten entfernt werden.

Die Rettungs- und Einsatzwege sind nun wieder frei und gefahrlos zu betreten.

Zusätzlich zu den Barrikadenräumungen wurde der Waldboden auch abseits der Wege inspiziert. Bei den aufgefundenen Gegenständen handelte es sich laut Urteil der Mitarbeiter der zuständigen Ordnungsbehörden und der Polizei um Sperrmüll - gefunden wurden etwa Plastikplanen, Paletten, Holz, Metallstangen und Altmöbel. Insgesamt 140 m³ Unrat wurden am Donnerstag mit 17 Lkw-Ladungen abtransportiert.

Der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach und Angehörige des NRW-Innenministeriums hatten den Einsatz begleitet, um sich ein Bild von den polizeilichen Maßnahmen und der Zusammenarbeit der zuständigen Behörden vor Ort zu machen.

Weinspach zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz und betonte, dass Barrikaden und Hindernisse, die Waldbesucher verletzen können, nicht akzeptabel sind. „Es ist mir bewusst, dass der Hambacher Forst ein Symbol für den Braunkohleprotest ist. Solange der Protest friedlich bleibt, ist er grundsätzlich geschützt. Für alle muss dabei aber klar sein, dass der Wald für jeden frei und vor allem gefahrlos zugänglich sein muss und dass, wenn es zu Störungen und Straftaten kommt, die Beamten weiter konsequent einschreiten“, sagte Weinspach.

(red/pol)
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