Heerlen: Einkaufszentrum „t Loon”: Risse in den Parkhaus-Säulen

Heerlen: Einkaufszentrum „t Loon”: Risse in den Parkhaus-Säulen

Grundlegend erschüttert ist das Vertrauen der Menschen in die Statik des Heerlener Einkaufszentrums „t Loon” nicht, auch wenn die Gemeinde es noch am Dienstagabend hatte räumen lassen, weil sie den Aufenthalt dort als zu gefährlich einstufte.

Donnerstagvormittag läuft aber alles wie gewohnt, es wird eingekauft und Kaffee getrunken, für einen Wochentag ist sogar ziemlich viel los.

Zehn der insgesamt 50 Geschäfte im Einkaufszentrum bleiben aber geschlossen, genau wie ein Teil des Parkhauses und des Parkplatzes. Das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Wie lange genau, darüber kann man am Donnerstag in Heerlens Presseamt keine Auskunft geben. Nur so viel: „Wir haben keine hundertprozentige Sicherheit, deswegen ist ein Teil des Gebäudes geschlossen”, sagt Sprecherin Monique Leurs.

Dass das Einkaufszentrum für seine Besucher eine potenzielle Gefahr darstellt, war erstmals am 31. August aufgefallen, damals waren Risse in den Säulen des Parkhauses entdeckt worden. Die Gemeinde, die für die Sicherheit des Gebäudes verantwortlich ist, reagierte, indem sie zusätzliche Stützen anbringen ließ.

Am Dienstag wurde man auf neue Risse in den Säulen aufmerksam. Und es müssen so viele gewesen sein, dass die Gemeinde eine Räumung des Einkaufszentrums für gerechtfertigt hielt. Seit das Problem im August bekannt geworden war, werden im Parkhaus permanent Messungen vorgenommen.

Ist der Bergbau schuld?

Man wisse noch nicht, was die Risse verursache, heißt es aus dem Presseamt, im Januar solle es weitere Bohrungen und Untersuchungen geben. Überzeugt sind die Verantwortlichen bei der Gemeinde aber mittlerweile davon, dass mit zusätzlichen Stützen das Problem nicht zu lösen ist. „An den Parkhaussäulen fehlt nichts. Es liegt am Untergrund, der ist zu schwach”, sagt Leurs. Ob das auf die Geschichte Heerlens als Bergbaustadt zurückzuführen ist, oder mit der Verschiebung von Erdplatten unter dem Einkaufszentrum zu tun hat, sollen die Untersuchungen klären.

Sicher ist, dass das Problem als lokal begrenzt eingeschätzt wird. Für die Menschen in einem zwölfstöckigen Wohnturm, der sich über dem Einkaufszentrum erstreckt, habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden, versichert die Gemeinde auf ihrer Internetseite. Das Gebäude bestehe aus mehreren Teilen, weswegen außer den zehn Geschäften und einem Teil von Parkhaus und Parkplatz alles sicher sei.

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