Köln: Ein Moped und Blumen: Erinnerung an millionsten Gastarbeiter

Köln : Ein Moped und Blumen: Erinnerung an millionsten Gastarbeiter

Ein Moped, ein Blumenstrauß und Musik: Der millionste Gastarbeiter wurde vor 50 Jahren mit großem Jubel am Bahnhof Köln-Deutz empfangen. Am Samstag erinnerten Deutsche und Portugiesen in Köln mit einer Feier an die Ankunft von Armando Rodrigues de Sá. Laienschauspieler stellten die Szene am Deutzer Bahnhof nach - mit einer Zündapp aus Pappe.

Am 10. September 1964 war der Portugiese Rodrigues de Sá angekommen, um in Deutschland zu arbeiten. Das Foto des schüchtern wirkenden Mannes mit Hut und Moped wurde zum Sinnbild des Gastarbeiters. Wenige Monate zuvor hatte Deutschland mit Portugal ein Anwerbeabkommen geschlossen, wie schon vorher mit Italien und anderen Ländern.

Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) sagte, aus den portugiesischen Gastarbeitern von einst seien längst Nachbarn und Freunde geworden. „Und es ist heute der Normalfall und nicht die Ausnahme, dass Zugewanderte gleichberechtigt, selbstbewusst und kreativ am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen und öffentlichen Leben teilnehmen.”

Zu der Feier waren auch Familienangehörige des 1979 gestorbenen Rodrigues de Sá nach Köln gekommen. Ein Enkel war - wie einst sein Großvater - mit dem Zug aus Portugal angereist.

(dpa)
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