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Eigenanteile für Pflege im Heim steigen weiter

105 Euro mehr : Eigenanteile für Pflege im Heim steigen weiter

Pflegebedürftige müssen für die Betreuung im Heim immer mehr aus eigener Tasche zuzahlen. Die durchschnittlichen Eigenanteile stiegen in Nordrhein-Westfalen auf 2357 Euro im Monat, wie aus Daten des Verbands der Ersatzkassen mit Stand 1. Januar 2020 hervorgeht.

Das waren 105 Euro mehr als Anfang 2019. Das ist zugleich auch der Spitzenwert im Vergleich der Bundesländer. Am niedrigsten ist die Belastung mit 1359 Euro in Sachsen-Anhalt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1940 Euro.

In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen daneben aber noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in den Einrichtungen dazu. Der Eigenanteil allein für die reine Pflege stieg nun im NRW-Durchschnitt auf 783 Euro im Monat, nachdem es zum 1. Januar 2019 noch 717 Euro gewesen waren.

Die Chefin des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Ulrike Elsner, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die steigenden Eigenanteile in der stationären Pflege machen Handlungsbedarf für eine Finanzreform in der Pflege deutlich.“ Es sei gut, dass die Gesundheitspolitik das Thema auf die Agenda genommen habe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bis Mitte des Jahres einen Vorschlag zur künftigen Finanzierung machen. Dazu gibt es schon zahlreiche Vorstöße – etwa zu Bundeszuschüssen und zur Senkung oder Begrenzung der Eigenanteile.

(dpa)