Bonn: Ehemaliger Kanzlerbungalow in Bonn erweist sich als Besuchermagnet

Bonn: Ehemaliger Kanzlerbungalow in Bonn erweist sich als Besuchermagnet

Der ehemalige Kanzlerbungalow in Bonn stößt auf reges Besucherinteresse. Allein am ersten Mai-Wochenende seien sieben Gruppen durch das Gebäude geführt worden, sagte ein Sprecher der Stiftung Haus der Geschichte, die für die Führungen zuständig ist.

Ursprünglich habe man damit gerechnet, dass lediglich eine Gruppe pro Tag den Bungalow besichtigen werde.

Bis Dezember seien bereits rund 200 Vorbuchungen für Führungen eingegangen, sagte der Sprecher. Die Tendenz sei rasch steigend. Als Grund für das rege Interesse nannte der Sprecher unter anderem die Architektur. Außerdem wollten sich die Menschen einmal selbst ein Bild davon machen, wie die Bundeskanzler gelebt hätten. Dazu hätten sie nun die Möglichkeit.

Der Bungalow im ehemaligen Bonner Regierungsviertel war vor rund vier Wochen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Seit Anfang Mai bietet die Stiftung Haus der Geschichte Führungen durch den 1964 vom Architekten Sep Ruf (1908-1982) errichteten Bau an. Einzelpersonen können sich an Sonntagen durch den Bungalow führen lassen, Gruppen können auch in der Woche einen Termin vereinbaren. Am 23. Mai ist ein Tag der offenen Tür geplant. Dann kann jeder auch ohne Führung und Anmeldung durch den ehemaligen Kanzlersitz spazieren.

In dem Flachbau hatten seit seiner Erbauung mit Ausnahme von Willy Brandt und Gerhard Schröder (beide SPD) alle Bundeskanzler der „Bonner Republik” von Ludwig Erhard bis Helmut Kohl (beide CDU) dauerhaft gewohnt. Das Gebäude wird seit dem Regierungsumzug 1999 nicht mehr genutzt und steht seit 2001 unter Denkmalschutz.