Düsseldorf: EHEC: Zahlen in der Region gering

Düsseldorf: EHEC: Zahlen in der Region gering

In der Städteregion Aachen wurden bislang vier gesicherte Ehec-Fälle registriert. Das teilte das zuständige Gesundheitsamt am Freitag auf Nachfrage mit. Im Kreis Düren wurde bislang ein Mensch mit Ehec infiziert. Zwei „vage Verdachtsfälle” gebe es in Heinsberg, sagte ein Sprecher des Kreises. Beide Betroffenen seien nicht im Krankenhaus sondern daheim.

Unterdessen steigt die Zahl der in Nordrhein-Westfalen an EHEC Erkrankten weiter. Bei 253 Menschen sei der gefährliche Darmkeim nachgewiesen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit.

Davon leiden 71 Patienten an dem lebensbedrohlichen hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Zwei Tage zuvor hatte die Zahl der EHEC-Erkrankungen bei 200 gelegen, davon waren 49 schwer erkrankt. Seit dem Beginn der Krankheitswelle sind in Nordrhein-Westfalen drei Menschen gestorben.

Erstmals musste wegen EHEC eine Schule in NRW geschlossen werden. Toiletten, Türklinken und Tische der Astrid-Lindgren-Grundschule in Hagen wurden desinfiziert. Eine Erstklässlerin hatte sich mit der Darmkrankheit angesteckt. „Inzwischen hat sich der Gesundheitszustand des Mädchens verbessert, sagte der Pressesprecher der Stadt Hagen, Thomas Bleicher, der dpa. Es sollte noch am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen werden, darf aber frühestens übernächste Woche, nach weiteren Tests, wieder zur Schule gehen. In den Klassen soll von Montag an über Hygiene und den Schutz vor EHEC-Infektionen gesprochen werden.

Unterdessen dürfen Gurken aus Spanien wieder unbeschränkt nach NRW importiert werden. Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums steht fest, dass die in Hamburg nachgewiesenen Bakterien auf Gurken aus Spanien keinen Zusammenhang mit der aktuellen Welle von Erkrankungen haben. Verbraucher, Kantinen und Gaststätten sollten aber weiter auf Rohkost verzichten, empfahl das Ministerium. Die Quelle der Epidemie ist noch nicht bekannt.

EHEC grassiert vor allem in Norddeutschland. Ein Schwerpunkt in NRW ist Ostwestfalen, aber auch im Rheinland gibt es inzwischen Fälle. Allein im Kreis Paderborn sind 44 Menschen im Alter zwischen neun und 91 Jahren erkrankt, zwei von ihnen starben. Für den Raum Gütersloh wurden am Freitag 23 Patienten mit nachgewiesenem EHEC-Erreger gemeldet. Eine Frau ist gestorben.

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