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Mutmaßliches Zellen-Video: Durchsuchungen in Kölner JVA

Mutmaßliches Zellen-Video : Durchsuchungen in Kölner JVA

Ein womöglich in einer Zelle entstandenes Video mit einer Waffe hat zu Durchsuchungen in der Kölner Justizvollzugsanstalt geführt. Das teilte ein Sprecher der Landesjustizvollzugsdirektion am Mittwoch mit.

Waffen oder andere verbotene Gegenstände seien allerdings nicht gefunden worden. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Das Video war auf einem Twitter-Kanal mit dem Namen „Pulverteufel_LG“ veröffentlicht worden. „Pulverteufel“ gilt als Synonym für einen Angeklagten, gegen den am Kölner Landgericht ein Prozess wegen Vortäuschens einer Straftat läuft. Er soll 2018 zu einem Prozesstermin eine Butterbrotdose mitgebracht haben, in der sich weißes Pulver befand. Der Vorfall führte zu einem Großeinsatz. Später stellte sich heraus, dass es um Traubenzucker handelte. Die Staatsanwaltschaft fordert in dem Verfahren zwei Jahre Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Die Verteidigung stellte keinen konkreten Strafantrag.

In dem Video ist nun zu sehen, wie ein Mann – womöglich der Angeklagte – allem Anschein nach eine Gefängniszelle filmt. Dem Titel zufolge sollen die Aufnahmen aus der JVA in Köln stammen. Dabei präsentiert der Mann unter anderem Bargeld und eine Pistole. Ob das Video echt oder technisch manipuliert wurde, blieb zunächst unklar. Es wurde am Sonntag auf dem Twitter-Kanal verlinkt.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr"><a href="https://t.co/vxq4IJzduU">https://t.co/vxq4IJzduU</a><br><br>Hier könnt ihr sehen, was ich alles bekommen habe. Wachteln und Bullen taugen eben nichts! <a href="https://twitter.com/polizei_nrw_k?ref_src=twsrc%5Etfw">@polizei_nrw_k</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/jva_koeln?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#jva_koeln</a></p>&mdash; Pulverteufel_LG (@Pulverteufel_LG) <a href="https://twitter.com/Pulverteufel_LG/status/1335471747441844224?ref_src=twsrc%5Etfw">December 6, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Die Leitung der JVA gehe davon aus, dass die Aufnahmen nicht im aktuellen Haftraum des Mannes entstanden seien, erklärte der Sprecher der Landesjustizvollzugsdirektion. Das Justizministerium habe zu der Sache einen Bericht angefordert. Zudem seien zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden. Der Mann sei nun einem verstärkt gesicherten Haftbereich zugeordnet worden.

(dpa)