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Wegen Corona: Düsseldorfer Umweltspuren sollen bis September bleiben

Wegen Corona : Düsseldorfer Umweltspuren sollen bis September bleiben

Dauerbrenner Umweltspuren: Was Düsseldorfer und Pendler von außerhalb seit einem Jahr umtreibt, bleibt ihnen noch länger erhalten. Der Test der beiden ersten Spuren soll bis Herbst verlängert werden. Durch die Corona-Pandemie wären die Beobachtungen sonst verzerrt, so die Stadt.

Die Düsseldorfer Umweltspuren soll wegen der Corona-Pandemie länger als geplant bis zum 16. September bleiben. Ursprünglich wäre der für ein Jahr angesetzte Test der ersten beiden Spuren schon in den Osterferien ausgelaufen. Da die Umweltspuren zu Beginn der Pandemie in Deutschland teilweise aufgehoben wurden und noch immer weniger Verkehr herrscht, will die Stadtverwaltung noch Erfahrungen bis fast in den Herbst sammeln. Das geht aus einer Vorlage für den städtischen Verkehrsausschuss hervor.

Die ersten Umweltspuren waren im April 2019 eingerichtet worden. Mitte März waren die Umweltspuren zunächst aufgehoben worden. In der Coronavirus-Pandemie wollte man die Pendler nicht in Busse oder Bahnen drängen. Seit dem 6. Mai sind sie wieder in Betrieb. Die Umweltspuren sind für Busse, Taxen, E-Autos und Fahrräder geöffnet. Phasenweise durften auch Fahrgemeinschaften drauf. Dies ist seit knapp zwei Wochen nicht mehr erlaubt, da die neue Straßenverkehrsordnung des Bundes dies untersage, so die Verwaltung.

Aus ersten eigenen Untersuchungen leitet die Stadt ab, dass die Umweltspuren ein Erfolg sind – und positive Auswirkungen auf die Luftqualität haben. Durch Corona seien Luftmessungen und Verkehrsbeobachtung nun aber verzerrt, so die Stadt.

Bis zu den Sommerferien werde sich daran nichts ändern. Die noch nötigen Verkehrszählungen könne man daher auch erst nach den Sommerferien vornehmen. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss soll für die Verlängerung Ende Mai Grünes Licht geben.

Eine umstrittene dritte Umweltspur, die unter anderem Kritik vom Landesverkehrsminister auf sich gezogen hatte, startete erst im vergangenen Herbst – und läuft daher ohnehin noch länger.

(dpa)