Aggressive Badegäste: Düsseldorfer Freibad stellt erstmals externe Sicherheitskräfte an

Aggressive Badegäste : Düsseldorfer Freibad stellt erstmals externe Sicherheitskräfte an

Nach aggressiven Ausfällen von Badegästen setzt das Düsseldorfer Rheinbad am Wochenende erstmals externe Sicherheitsmitarbeiter ein. Das Security-Personal solle am Eingang und im Gelände eingesetzt werden, erklärte der Leiter des Bäderbetriebs, Ralf Merzig, am Freitag.

Vor dem Freibad solle der städtische Ordnungs- und Sicherheitsdienst Präsenz zeigen. Die Polizei ist in Bereitschaft. „Wir haben das im Blick und sind vorbereitet“, sagte ein Polizeisprecher. Das städtische Schwimmbad war am vergangenen Samstag und Sonntag wegen aggressiver Stimmung vieler Gäste vorzeitig geschlossen worden.

Laut einer Umfrage des WDR unter mehr als 200 Freibädern in NRW sind in gut einem Drittel (36 Prozent) Security-Mitarbeiter unterwegs. „Die Freibäder reagieren damit auf Angriffe und Beschimpfungen vor allem an Wochenenden und zu Stoßzeiten“, erklärte der Sender. Die meisten Vorfälle habe es nach Angaben der Badbetreiber im Ruhrgebiet gegeben. Die Bäder-Umfrage zeige aber auch: Etwa zwei Drittel verzichte auf Security-Personal. Vor allem im ländlichen Bereich sei es eher ruhig.

Am vergangenen Wochenende hatten sich in dem Düsseldorfer Schwimmbad mehrere hundert Jugendliche und junge Männer zusammengerottet. Sie sollen sich gegenüber anderen Gästen aggressiv und respektlos gebärdet und Polizisten mit Getränkekartons beworfen haben. In Essen hatte eine Gruppe junger Männer zwei Bademeister und ein junges Mädchen attackiert.

(dpa)