Drei Tote in einem belgischen Drogenlabor in Eksel gefunden

Drama an der Grenze: Drei Tote in belgischem Drogenlabor entdeckt

Der Fund von drei Leichen in einem Schuppen in einem Dorf im belgisch-niederländischen Grenzgebiet westlich des Kreises Heinsberg beschäftigt die Polizei. Wie sich herausstellte, diente die Hütte als Drogenlabor.

Wie die Zeitung De Limburger berichtet, wurden die Rettungsdienste von einer Person aus dem niederländischen Eindhoven über einen merkwürdigen Geruch in dem Gebäude informiert. Die Opfer seien dann gegen 3.45 Uhr in dem Schuppen in Kiefhoekstraat im belgischen Dorf Eksel gefunden worden. Der Ort liegt direkt hinter der belgisch-niederländischen Grenze, etwa 50 Kilometer westlich von der Gemeinde Selfkant entfernt. Die Einsatzräfte konnten vor Ort niemanden mehr retten, heißt es.

Nach Informationen der niederländischen Tageszeitung De Standaard, fanden die Rettungskräfte zunächst eine Leiche an einer offenen Tür vor, die anderen beiden Toten fanden sie später. Es seien keine äußeren Anzeichen von Gewalt festgestellt worden, heißt es. Alle drei Personen waren männlich. Der Schuppen diente offensichtlich als Drogenlabor.

Es soll in der Hütte nach Cyanid gerochen haben, weshalb es für Polizei und Feuerwehr schwierig gewesen sei, den Ort genauer zu untersuchen. Die Männer seien höchstwahrscheinlich durch giftige Dämpfe getötet worden, wie laut der niederländischen Zeitung die Limburger Staatsanwaltschaft mitteilte. Mitarbeiter des Justizlabors konnten das Gelände nur in Schutzkleidung betreten.

Die Staatsanwaltschaft könne zurzeit noch nichts über die Identität der Opfer sagen. Derzeit werden Messungen der Feuerwehr ausgewertet, weitere Analysen werden vorgenommen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Um den Ort zu gut wie möglich zu untersuchen, wurde das Gelände sowie eine nahegelegene Straße abgesperrt.

(red)
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