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Handelskammern schätzen ein: Direkte Hilfe auch für größere Firmen nötig

Handelskammern schätzen ein : Direkte Hilfe auch für größere Firmen nötig

Die Wirtschaft hält Nachbesserungen an den Hilfen für durch die Corona-Krise geschädigte Firmen in Nordrhein-Westfalen für notwendig. Von den Folgen der Krise seien zunehmend Mittelständler betroffen, die keine Soforthilfen erhielten, berichteten die Industrie- und Handelskammern NRW.

Auch für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten sollten deshalb direkte Hilfszahlungen geprüft werden. In anderen Bundesländern gebe es solche Hilfen.

Sowohl der Bund als auch das Land hatten direkte Zuschüsse für Unternehmen beschlossen, deren Geschäft angesichts der Corona-Pandemie leidet oder ganz ausfällt. Betriebe mit bis zu fünf Angestellten können 9000 Euro beantragen, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. Mittelgroße Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern können 25.000 Euro bekommen.

Die erste Hilferunde habe „sehr gut funktioniert“, sagte der Hauptgeschäftsführer von IHK NRW, Ralf Mittelstädt, mit Blick auf die Soforthilfen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen. Über 320.000 Anträge seien in Nordrhein-Westfalen bereits gestellt worden, die weitaus meisten hätten haben einen positiven Bescheid erhalten. „Viele Unternehmen berichten, dass sie nun bis Ende April durchhalten können, dann aber wird es erneut schwierig.“ Ihnen würde es helfen, wenn sie die in diesem Jahr zu erwartenden Verluste mit den in 2019 gezahlten Steuervorauszahlungen verrechnen könnten. Die Finanzämter sollten deshalb einen Teil der in 2019 geleisteten Steuern an die Betriebe zurückzahlen.

(dpa)