Aachen: Die „Rettende Hand” hat sich geöffnet

Aachen: Die „Rettende Hand” hat sich geöffnet

Es sind die berühmten Minuten, die über Leben und Tod entscheiden können. Und ebendiese Minuten schneller sind die oft lebensbedrohlich verletzten oder erkrankten Patienten nun in der Notaufnahme des Aachener Universitätsklinikums.

Zumindest, wenn sie mit dem Rettungshubschrauber eingeflogen werden. Die neue Helikopter-Plattform vor dem Großkrankenhaus - wegen ihrer Architektur „Rettende Hand” genannt - ist nun auch für den Flugbetrieb geöffnet. Genauer gesagt seit Montag, 8 Uhr. Die Einweihungsfeier mit vielen Gästen hatte es schon vor Wochen gegeben, doch mussten einige Baumängel noch beseitigt werden, bevor es flugtechnisch losgehen konnte.

Vor dem mehrere Millionen Euro teuren Neubau hatte stets ein Rettungswagen eigens für jede Landung zum bisherigen Landeplatz fahren und die Patienten dann zur Notaufnahme transportieren müssen. Patienten, die mit dem Rettungswagen kommen, fahren hingegen sofort in die Notaufnahme hinein. So ähnlich ist es jetzt auch mit der Plattform. Bis zu zwei Hubschrauber finden dort Platz, die Patienten gelangen über eine Rampe nun auch sofort zur Versorgungseinheit im Untergeschoss des Klinikums.

Erstmals zu sehen war der futuristisch anmutende Bau, der außer an eine Hand auch ans Raumschiff Enterprise erinnert, in einem Jahrbuch des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW im Jahr 2008. Bis zur Realisierung war von da aus aber noch ein weiter Weg. Entworfen wurde die Plattform, die 15 Meter über dem Erdboden schwebt vom Team „OX2architekten”. Gekostet hat sie sieben Millionen Euro.

Der Landeplatz ist unterdessen nicht die Heimat eines einzelnen Rettungshubschraubers, wie etwa des städteregionalen Helikopters Christoph Europa 1, der seinen Stammplatz weiter in Merzbrück hat. Vielmehr landen vor dem Klinikum nun die Rettungshubschrauber, die Patienten aus der ganzen Republik bringen.

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