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Online-Schülerwettbewerb: Die letzte Netrace-Runde hat begonnen

Online-Schülerwettbewerb : Die letzte Netrace-Runde hat begonnen

Das Finale des Schülerwettbewerbs von unserer Zeitung und NetAachen läuft. Ein Besuch beim Rekordmeister, dem Team Spürnasen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Aachen.

Konzentrierte Stille, leises Murmeln, Tastaturklickern. Im Computerraum des Aachener Geschwister-Scholl-Gymnasiums wird gearbeitet. Oder ist es doch eher Spaß? Egal: Das Netrace-Team Spürnasen ist dabei, die letzten Aufgaben bei der 15. Auflage des Schülerwettbewerbs von NetAachen und unserer Zeitung zu lösen.

Die Spürnasen, das ist nicht irgendein Team: Es ist die erfolgreichste Netrace-Formation überhaupt. Kaum ein Jahr, in dem die Truppe aus dem Aachener Osten nicht unter den zehn Besten war. Eine ganze Reihe von eingerahmten Siegerurkunden in der Eingangshalle beweist es.

In der Mitte des Raums steht Cordula Williams. Die Lehrerin hat über die Jahre mehrere Generationen Spürnasen durch die Runden begleitet. Das Netrace ist längst eine feste Institution an der Schule geworden, Erfolg verpflichtet eben. „Da entwickeln auch die Siebtklässler richtig Ehrgeiz“, sagt sie. Und das, obwohl die Mitglieder nicht wie die vieler anderer Teams aus einer Klasse oder auch nur einer Jahrgangsstufe stammen. Es sind Siebt- und Achtklässler dabei, Oberstufenschüler aus mehren Jahrgängen. „In diesem Jahr sind zum Beispiel einige Schüler aus dem Mathe-Leistungskurs dabei, die haben noch ein paar Freunde dazu geholt.“

 Vernetztes Arbeiten: Melisa (l.) und Entissar fügen die Ergebnisse in ein Dokument in der Teams-Plattform von Microsoft ein. Eine Mitschülerin in Corona-Quarantäne ist auf dem Handy per WhatsApp-Videotelefonie zugeschaltet.
Vernetztes Arbeiten: Melisa (l.) und Entissar fügen die Ergebnisse in ein Dokument in der Teams-Plattform von Microsoft ein. Eine Mitschülerin in Corona-Quarantäne ist auf dem Handy per WhatsApp-Videotelefonie zugeschaltet. Foto: MHA/Marc Heckert

Auch wenn sich die Spürnasen über ihre 50 Punkte aus der ersten Finalrunde freuen konnten – den Sieg haben sie noch längst nicht sicher in der Tasche. Zu viel kann passieren in der zweiten Runde, zu eng liegen die führenden Teams zusammen. Und auch die Rurtaler1 vom Dürener Rurtalgymnasium und die Motivianer von der Bischöflichen Marienschule gehen ohne Punktabzug in die zweite Finalrunde. Letztere gehören ebenfalls zu den auf Erfolg abonnierten Teams und waren schon oft auf den Siegesfeiern dabei. Das Projekt Motivia, eine Kooperation von Aachener Jugendamt und Bischöflicher Marienschule, fördert schulmüde Jugendliche.

Auf den Erfolg dieses Teams blickt der Geschäftsführer des Netrace-Sponsors NetAachen Andreas Schneider denn auch „mit besonderer Freude“, wie er betont. „Dadurch wird ersichtlich, dass das Netrace auch Schüler und Schülerinnen motivieren kann, deren schulische Laufbahn bislang nicht nur positiv verlief.“ Der Erfolg der Motivianer bei der Recherche verlässlicher Online-Quellen sei „eine wunderbare Entwicklung und Bestätigung für das Netrace“.

„Man merkt, dass in den Finalrunden jetzt die besten Teams spielen“, sagt Julia Vallet vom medienpädagogischen Institut Promedia Maassen aus Alsdorf, wo das Netrace organisiert wird. „Dass Fragen falsch oder nicht richtig gelesen werden, kommt nun viel seltener vor.“ Eine Stolperfalle kostete in der ersten Finalrunde aber dennoch einige Teams Punkte: Da wurde nach dem Namen einer Band gefragt, den diese zu Schulzeiten hatte („Flown Tones“). Julia Vallet: „Einige Teams haben aber den aktuellen Namen ,Milky Chance‘ angegeben, der nicht gesucht war.“

Noch ein Hinweis: Aufgrund der Ukraine-Krise, die an vielen Schulen im Unterricht thematisiert wurde, ist der Abgabeschluss für die letzte Finalrunde auf Freitag, 18. März, 9 Uhr, verlängert worden.