DFB-Präsident Reinhard Grindel: Videoassistent kein Oberschiedsrichter

Aachen : DFB-Präsident bei „Menschen 2017“: „Videoassistent kein Oberschiedsrichter“

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat die Fußballfans gebeten, dem umstrittenen Videobeweis noch etwas Zeit zu geben. „Es ist ein Modellprojekt. Und ich richte einen herzlichen Appell an alle, dass man dem Videobeweis eine Chance gibt“, sagte Grindel am Mittwochabend bei der Gala „Menschen 2017“ unseres Medienhauses in Aachen.

Das Modellprojekt sei auf ein Jahr angelegt. Anlaufschwierigkeiten seien normal. „Ich hoffe, dass wir am Ende sagen können: Es macht den Fußball gerechter“, sagte der Präsident des Deutschen Fußballbundes.

Die Idee sei gewesen, dass nie wieder ein Schiedsrichter nach dem Spiel frisch geduscht aus der Kabine komme, eine umstrittene Szene erstmals am Bildschirm sehe und dann zugeben müsse: Hätte ich das vorher gesehen... In genau diesen Fällen solle der Videoassistent im Spiel dem Schiedsrichter einen Hinweis geben. „Nur für diese Fälle ist der Videobeweis gedacht“, sagte Grindel. „Der Videoassistent soll kein Oberschiedsrichter sein.“

Ein Fest im Herzen Europas

In Bezug auf die Fußball-EM 2024, rechnet der DFB-Präsident mit einer exzellenten Bewerbung durch die Türkei - den Mitbewerber Deutschlands. Der DFB will in seiner Bewerbung deutlich machen, dass es nicht nur darum gehe, ein gutes Turnier organisieren zu können. Grindel: „Wir wollen in der Mitte Europas ein Fußballfest ohne Angst mit vielen Nationen feiern, während sich manche Länder Europas zu sehr aufs Nationale konzentrieren.“

Den Auftritt von Reinhard Grindel und die gesamte Gala sehen Sie im Video:

(cs)