Deutschlands erster Flugtaxi-Landeplatz direkt in Aachen

Mitten in Aachen : Deutschlands erster Flugtaxi-Landeplatz

Die Entwicklung des elektrischen Fliegens schreitet weltweit voran. Auf dem Dach des IHK-Gebäudes in der Borngasse bekommt Aachen nun Deutschlands ersten Start- und Landeplatz für elektrische Flugtaxis mitten im Stadtgebiet.

Von dort aus soll in Kürze der erste Prototyp des sogenannten Silent Air Taxi abheben, das derzeit von Professor Günther Schuh an der RWTH Aachen entwickelt wird.

„Bereits im Herbst hatten wir uns mit der Vollversammlung für die Unterstützung einer Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr 2032 ausgesprochen“, erinnert IHK-Präsident Wolfgang Mainz. Mit der Erforschung des elektrischen Fliegens im Innenstadtbereich könne die IHK schon jetzt einen wichtigen Baustein für nachhaltige Sommerspiele in NRW leisten.

„Die Genehmigungen liegen vor, es sind nur noch geringe Anpassungen auf unserem IHK-Gebäude vorzunehmen“ sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. Bayer geht davon aus, dass im Juli der erste Flug des Silent Air Taxi vom Kammergebäude in der Borngasse starten kann. Das Silent Air Taxi benötigt aufgrund seiner überschaubaren Größe und seines leichten Gewichts lediglich 15 Quadratmeter Start- und Landefläche.

„Das Projekt ist eine tolle Sache für Aachen und die ganze Region“, so Präsident Mainz. Denn spätestens zur Olympiade 2032 sollen die Lufttaxis in Serie fliegen.

Da die Silent Air Taxis angetrieben von zwei Elektromotoren und zwei kleinen Verbrennungsmotoren mit einer Reichweite von rund 100 Kilometern insbesondere für kurze Distanzen interessant sind, werden sie vorwiegend in Ballungszentren zum Einsatz kommen. „Das Zusammenspiel der Flugobjekte mit den Gebäuden im Innenstadtbereich wird mit diesem Projekt gezielt getestet“, betont Monika Frohn, Verkehrsexpertin der IHK Aachen.

Bereits im letzten Jahr hatte die NRW-Landesregierung vier Millionen Euro bewilligt, um den Flughafen Merzbrück bei Aachen zu einem Forschungsflughafen umzubauen. Merzbrück wird frühestens 2020 als Forschungsflughafen an den Start gehen.

Der Landeplatz auf dem IHK-Gebäude werde auch danach weitergenutzt und das Teststreckennetz der Aachener Hochschulen ergänzen. „Mit der Strecke von Merzbrück in die Innerstadt zum IHK-Gebäude wird eine absolut realitätsnahe Flugstrecke für Air Taxis abgebildet“, erklärt Frohn.

„Wir wollen Ende 2019 das erste hybride Flugzeug auf dem Flugplatz in Merzbrück landen sehen“, hatte RWTH-Professor Schuh im Dezember gesagt. RWTH und FH Aachen wollen gemeinsam umweltfreundliche und automatisierte Flugzeuge mit Hybridantrieb entwickeln, die seriell produziert werden können.

Zunächst nur Testflüge

Ein Prototyp des sogenannten Silent Air Taxi-Modells soll in einem Forschungs-Hangar entstehen, das direkt an die Landebahn des Flugplatzes Merzbrück gebaut werden soll. Für das Projekt der Air-Taxis und den Forschungsflugplatz hat das koordinierende Luftfahrttechnische Center der RWTH bei der Landesregierung bis zu dreieinhalb Millionen Euro beantragt.

Das Projekt werde sich zunächst auf einige wenige Testflüge pro Monat zu klar definierten Zeiten beschränken.

„Die Mitglieder unserer Vollversammlung werden vorerst auch weiterhin mit dem Auto zu den Sitzungen in die IHK kommen und auch unsere Mitarbeiter werden (noch) nicht mit dem Air Taxi zum Firmenbesuch in die Eifel fliegen“, sagt Bayer lachend.

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(red)
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