Aachen: Der Herd bleibt kalt im „Charlemagne”

Aachen: Der Herd bleibt kalt im „Charlemagne”

In der gerade erschienenen neuen Ausgabe des Restaurantführers „Michelin” ist Aachen mit zwei Sterne-Lokalen vertreten, doch das entspricht nicht mehr der Realität.

Bereits im September hat Detlev Rams sein „Charlemagne” in Eilendorf geschlossen. Was bedeutet, dass nur noch im „La Bécasse” an der Vaalser Straße so gekocht wird, dass es den Michelin-Inspektoren sternewürdig erscheint.

Laut Rams haben persönliche Gründe zur Schließung des „Charlemagne” geführt; der Vorgang sei der Redaktion der Feinschmeckerbibel auch mitgeteilt worden, sei aber wohl für die aktuelle Ausgabe zu spät gekommen. Was möglicherweise gar nicht so schlecht ist, denn der 49-Jährige kocht weiter - in der Dependance „Bistro Petit Charlemagne” in der Hartmannstraße kann er jetzt selbst am Herd stehen.

Eröffnet wurde das „Charlemagne” 1998 in einem alten Bauernhaus an der Von-Coels-Straße, gekocht wurde klassisch-französisch-mediterran. Mit solchem Erfolg, dass vor fünf Jahren der Stern verliehen wurde. Diese Erfolgsgeschichte ist erst einmal vorbei; ob es in Eilendorf eine Fortsetzung geben kann, steht zurzeit in den zitierten Sternen.

Gelernt hat Rams sein Metier beim legendären Gerhard Gartner, zu der Zeit, als dessen „Gala” im Spielcasino den zweiten Stern erhielt. Es folgten die üblichen Wanderjahre, unter anderem in Köln und Düsseldorf, bis er eigene Restaurants in Bad Soden am Taunus und anschließend in Berlin eröffnete.

In Schloss Friesenrath wäre Rams gerne tätig geworden, die Pläne zerschlugen sich aber, so dass er sich schließlich für Eilendorf entschied.