Daten und Fakten: NRW und die Braunkohle

Daten und Fakten : NRW und die Braunkohle

Braunkohle ist in Nordrhein-Westfalen der wichtigste Energieträger bei der Stromerzeugung. Von den knapp 174 Milliarden Kilowattstunden Strom, die 2016 im Land erzeugt wurden, stammten nach Zahlen des NRW-Wirtschaftsministeriums gut 43 Prozent aus Braunkohlekraftwerken.

Allein der Tagebau Hambach sichert nach RWE-Angaben 15 Prozent des Strombedarfs in NRW.

Die Tagebaue nehmen große Flächen in Anspruch, laut RWE aktuell etwa 90 Quadratkilometer. Seit 1953 mussten immer wieder Menschen ihre Heimat für den Kohleabbau verlassen. Ganze Dörfer sind verschwunden - am Ende sollen den bisherigen Plänen zufolge 142 Ortschaften und Einzelanwesen abgebaggert sein.

In den Tagebauen, Kraftwerken und den übrigen Betrieben arbeiten nach Angaben von RWE rund 10.000 Menschen. Von jedem Arbeitsplatz in der Braunkohle hänge zudem ein weiterer Job bei Zulieferern und Dienstleistern ab.

Im RWE-Geschäftsbericht wird der CO2-Ausstoß aus Braunkohlekraftwerken für 2016 mit rund 88 Millionen Tonnen angegeben. Für das gleiche Jahr beziffert das Landesumweltamt (Lanuv) die Gesamtemissionen an Klimagasen in NRW mit 286 Millionen Tonnen CO2.

(dpa)
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