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Coronavirus: NRW seit Montag im Teil-Lockdown

Stiller November : Nordrhein-Westfalen seit Montag im Teil-Lockdown

NRW geht in den Teil-Lockdown: Kitas und Schulen bleiben zwar offen, aber dafür schließen Restaurants, Fitnessstudios, Museen, Theater, Zoos und vieles mehr. Es wird wohl ein sehr stiller November.

In Nordrhein-Westfalen gilt seit Montag ein Teil-Lockdown. Bis Ende November bleiben unter anderem Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Theater oder Spielhallen geschlossen. Gastronomische Betriebe dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Sportanlagen, Schwimmbäder und Fitnessstudios bleiben ebenfalls zu.

Erlaubt ist nur noch „Individualsport im Freien“. Kitas und Schulen bleiben geöffnet. Die strengen Maßnahmen sollen die Welle steigender Corona-Infektionen vor der Weihnachtszeit brechen.

Auch Cafés oder Kioske mit Sitzplätzen dürfen seit Montag nur noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen verkaufen. „Man merkt schon heute Morgen, dass weniger Leute kommen“, sagte ein Kioskbetreiber am Montagmorgen in Essen.

„Mal gucken, wie wir die vier Wochen überstehen.“ In der Filiale einer Bäckereikette mit großem Cafébereich hing am Montagmorgen ein Hinweisschild: „Liebe Gäste! Ab 2.11. bis 30.11. darf unser Café Sitzbereich nicht genutzt werden.“ Die meisten Kneipen und Restaurants verzichteten am Montagmorgen jedoch auf Hinweise auf die Dauer der Schließung.

In ganzseitigen Anzeigen in allen Tageszeitungen appellierte am Montag NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an die Bürger, verantwortungsbewusst und solidarisch zu handeln. Ihm sei bewusst, dass die Beschränkungen für viele Menschen eine große Belastung seien, schrieb Laschet in einem offenen Brief.

„Deshalb brauchen wir in diesen Tagen vor allem eines: Solidarität.“ Man müsse etwa an die Alten und Kranken denken, für die das neuartige Coronavirus eine tödliche Bedrohung sei. Ziel der Maßnahmen sei es, „die Gesundheit der Verwundbarsten“ zu schützen, Kitas und Schulen offenzuhalten und das Wirtschaftsleben aufrechtzuerhalten.

(dpa)