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Kaum Gäste im April: Corona trifft Hotels in der Region und NRW hart

Kaum Gäste im April : Corona trifft Hotels in der Region und NRW hart

Die Corona-Pandemie hat Hotels, Gaststätten und Campingplätze in Nordrhein-Westfalen schwer getroffen. Auch in der Städteregion Aachen und den Kreisen Düren und Heinsberg ist der Tourismus um rund 92 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen.

Im April übernachteten nur knapp 122.000 Gäste in NRW. Das waren 93,6 Prozent weniger als im April des vergangenen Jahres, wie das Statistische Landesamt am Dienstag berichtete. Die Zahl der Übernachtungen ging um 85,5 Prozent auf knapp 620.000 zurück. Im April 2019 waren knapp 4,3 Millionen Übernachtungen gezählt worden.

Die wenigsten Verluste in NRW verzeichnete Herne, obwohl auch da rund 70 Prozent der Übernachtungs-Touristen ausgeblieben sind. Besonders hart getroffen wurden der Hochsauerlandkreis (-98,1 Prozent), Bochum (-96,8 Prozent) und Düsseldorf (-97,1 Prozent).

In der Region schnitt der Kreis Heinsberg mit 1363 Gästeankünften und einem Verlust von 84,4 Prozent noch am besten ab. Es folgt der Kreis Düren mit 1595 Gästen, einem Minus von 92,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr schnitt die Städteregion Aachen am schlechtesten ab: Dort wurden zwar 4303 Gäste gezählt, im April 2019 waren es aber noch 64.240. Dies bedeutet, dass rund 93,3 Prozent der Touristen während der Coronavirus-Krise fehlten. Die wenigen Touristen bleiben jedoch im Durchschnitt länger: Die Aufenthaltsdauer hat sich von 2,0 auf 3,8 Tage fast verdoppelt. Insgesamt zählte die Region im April 2020 rund 7300 Gäste. Im selben Monat des Vorjahrs waren es noch 94.198 Gäste. Ein Minus von insgesamt 92,29 Prozent.

Von Januar bis April 2020 kamen rund 4,2 Millionen Gäste nach Nordrhein-Westfalen. Das waren 41,5 Prozent weniger als in den ersten vier Monaten des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen war mit 10,1 Millionen um 36,1 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

In NRW dürfen Hotels und Pensionen nach der Corona-Zwangspause erst seit dem 18. Mai wieder Zimmer an Touristen aus dem Inland vermieten. Von den rund 5000 Übernachtungsbetrieben im Land waren deshalb nach Angaben der Statistiker nur gut 3200 geöffnet.

(jas/dpa)