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Laschet und Laumann informieren: Corona-Schutzmaßnahmen werden neu ausgerichtet

Laschet und Laumann informieren : Corona-Schutzmaßnahmen werden neu ausgerichtet

Bleibt die Maskenpflicht im Unterricht? Wird es Obergrenzen für große Veranstaltungen geben? In Nordrhein-Westfalen werden einige Corona-Schutzmaßnahmen wohl neu ausgerichtet. Zuvor aber beraten Bund und Länder über eine Neujustierung.

Angesichts der steigenden Coronavirus-Infektionszahlen kommen auf die Menschen in Nordrhein-Westfalen weitere Auflagen zu. Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (beide CDU) wollen am Donnerstag (ca. 15.00 Uhr) im Anschluss an die Bund-Länder-Beratungen zu den weiteren Maßnahmen der Landesregierung informieren.

Die schwarz-gelbe Koalition prüft etwa Teilnehmer-Obergrenzen für größere Veranstaltungen. Bereits am Mittwoch war ein für den 4. September geplantes Großkonzert in Düsseldorf mit bis zu 13.000 Gästen vom Veranstalter verschoben worden.

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten am Donnerstag zunächst mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz über eine Neujustierung der Corona-Maßnahmen. Für die weiteren Schritte der Landesregierung seien die Abstimmungen im Kreis der Länder sowie mit dem Bund von Bedeutung, hatte Regierungssprecher Christian Wiermer gesagt.

In NRW laufen die verschiedenen Corona-Verordnungen Ende August aus - darunter auch die Regelungen zur Betreuung in Kitas und Schulen und für Reiserückkehrer. Nach Gesprächen mit Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern will die Landesregierung entscheiden, ob die Maskenpflicht für ältere Kinder im Unterricht verlängert wird.

Trotz gestiegener Infektionszahlen ist die Corona-Pandemie in NRW aus Sicht der Landesregierung weiterhin unter Kontrolle. Die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen im Sieben-Tageszeitraum, gerechnet auf 100.000 Einwohner, lag nach Angaben Laumanns vom Mittwoch in NRW aktuell bei 11,2 - in Hessen bei 17 und in Bayern bei 14. Derzeit stecke in NRW ein Infizierter weniger als einen weiteren Menschen an. Bei 18 Millionen Einwohnern seien derzeit etwa 4030 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert.

(dpa)