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Corona: Schrittweise sollen die Kitas nun mehr Kinder betreuen

Mehr als Notbetrieb : Erste Vorschulkinder wieder in die Kita

Keine Kita wegen Corona - das ist seit fast acht Wochen die Realität für die meisten der 700 000 Kindergartenkinder im Land. Schrittweise sollen die Kitas nun mehr Kinder betreuen. Ab Donnerstag sind die ersten Gruppen zugelassen. Viele andere müssen warten.

Ab diesem Donnerstag können wieder mehr kleine Kinder die Kita oder zur Tagesmutter. Die allermeisten der Familien mit einem der knapp 711 000 Kinderbetreuungsplätze landesweit müssen jedoch noch warten. Das stufenweise Öffnungskonzept für Nordrhein-Westfalen sieht vor, vorrangig Kinder im Übergang zur Schule oder von Tagespflege in den Kindergarten wieder zuzulassen. In einem ersten Schritt dürfen daher ab Donnerstag die Vorschulkinder aus Hartz-IV-Familien oder mit besonderem Förderbedarf wieder in die Einrichtungen kommen.

Auch Kinder mit Behinderung sind wieder zugelassen. Mindestens Zweijährige dürfen auch wieder zu ihrer Tagesmutter. In zwei Wochen sollen dann die übrigen Vorschulkinder folgen. Die Betreuung erfolgt dann aus Infektionsschutzgründen in möglichst kleinen Gruppen.

Für alle anderen muss es zunächst bei wenigen Schnupperbesuchen vor den Sommerferien und der Aussicht bleiben, dass ab September ein eingeschränkter Regelbetrieb für alle möglich sein soll. Was das konkret bedeutet, soll in den nächsten Wochen ausgearbeitet werden.

Seit dem Stopp des regulären Kita-Betriebs zur Eindämmung der Coronavirus-Krise vor acht Wochen war nur eine Notbetreuung für die Kinder von Elternteilen in systemrelevanten Berufen, etwa in der Pflege, möglich. Später hatten auch Alleinerziehende einen Anspruch und die Gruppe der Schlüsselberufe war erweitert worden. Zuletzt hatten rund 87 600 Kinder eine Kita oder Tagespflegestelle besucht.

Der Städtetag mahnte indes: Die jüngsten Öffnungen nähmen zwar etwas Druck aus dem Kessel, sagte der Geschäftsführer des Städtetags NRW, Helmut Dedy, der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). „Danach kann es nur Schritt für Schritt weitergehen. Denn wir müssen gleichzeitig die Gesundheit von Kindern, Eltern und Betreuungspersonal schützen.“

(dpa)