München/Stolberg: Contergan-Opfer: Versorgungslage schlechter

München/Stolberg: Contergan-Opfer: Versorgungslage schlechter

Fünfzig Jahre nach dem Contergan-Skandal beklagen Opfer des Medikaments eine Verschlechterung ihrer Versorgungslage.

Die gesundheitliche Lage der Betroffenen verschlimmere sich mit dem Alter, zugleich hätten die Krankenversicherungen in den letzten Jahren ihr Vorgehen in Bezug auf die Gewährung von Hilfsmitteln „verschärft”, sagte Bettina Ehrt vom Münchner Ortsverband der Contergangeschädigten am Montag in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Münchner Betroffenen fordern eine Erhöhung der Conterganrenten und eine Verbesserung der medizinischen Versorgung.

Der Contergan-Skandal war einer der größten Arzneimittelskandale der Nachkriegsgeschichte. Das Schlafmittel war am 27. November 1961 vom Markt genommen worden, nachdem Kinder, deren Mütter das Mittel genommen hatten, mit Fehlbildungen zur Welt gekommen waren.

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