Aachen: Clara Feys Seligsprechung: Die Netzschau

Aachen : Clara Feys Seligsprechung: Die Netzschau

Ihr Engagement im Kampf gegen Kinderarmut war beispiel-, ihr Einsatz für ihre Mitmenschen grenzenlos. Clara Fey gründete die Kongregation der Schwestern vom armen Kinde Jesus. Am Samstag wurde sie im Aachener Dom seliggesprochen. Das sind die Reaktionen aus dem Netz.

Nächstenliebe (propter caritatem) und die Hingabe des Lebens (vitae oblatio) sind nur zwei Attribute, die die 1815 in Aachen geborene Ordensfrau auszeichneten.

Viele nahmen bereits am Freitag die bevorstehende Seligsprechung zum Anlass, um an all jene zu erinnern, die sich täglich in diesem Sinne altruistisch um andere Menschen kümmern:

Dass die Ehrung überhaupt im Aachener Dom stattfinden konnte, ist Papst Benedikt dem XVI. zu verdanken. Er kehrte zur Praxis zurück, Seligsprechungen wieder in den jeweiligen Diözesen vorzunehmen. In der Kaiserstadt hatte es zuvor keine gegeben:

Die Tochter des wohlhabenden Aachener Tuchfabrikanten Louis Fey und seiner Frau Katharina leiht vielen Schulen ihren Namen und erhält so Einzug in den Alltag vieler Schüler:

Am Samstagvormittag war es dann endlich so weit. Das Portal Domradio.de übertrug das Pontifikalamt live:

Rund 1000 Ehrengäste, darunter NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Aachens Stadtoberhaupt Marcel Philipp, waren am Vormittag im Dom dabei, als Angelo Kardinal Amato, Präfekt der Kongregation für die Heilig- und Seligsprechungen in Rom und Hauptzelebrant im Gottesdienst, den Brief „Litterae Apostolicae“ von Papst Franziskus verlesen hat:

Wer nicht in die Kathedrale konnte beziehungsweise durfte, verfolgte das Ganze über eine Leinwand am Katschhof. Rund 1600 Gläubige aus aller Welt genießten beste Stimmung bei wunderbarem Wetter. Später wurde in der ganzen Stadt gefeiert, unter anderem auf dem Münsterplatz:

Auch die zahlreichen Nonnen, die teilweise aus Kolumbien, Peru und Indonesien angereist waren, konnten sich der Party-Atmosphäre nicht entziehen:

Am Samstag feierte Karl Marx (1818-1883) seinen 200. Geburtstag. Clara Feys Zeitgenosse kämpfte wie sie gegen die Symptome der Industrialisierung - er mit Ideen, sie mit Nähe:

In der Folge des Kulturkampfes zog es sie nach Simpelveld in die Niederlande, wo sie ein neues Mutterhaus gründete und 1894 starb. Aus dem Nachbarland waren logischerweise ebenfalls zahlreiche Gläubige angereist:

(kt)