Außenstelle des Forschungszentrums Jülich: Chemiker Peter Wasserscheid für den Deutschen Zukunftspreis nominiert

Außenstelle des Forschungszentrums Jülich: Chemiker Peter Wasserscheid für den Deutschen Zukunftspreis nominiert

Peter Wasserscheid gilt als einer der Pioniere auf dem Gebiet der Erforschung ionischer Flüssigkeiten. Ionische Flüssigkeiten leiten elektrischen Strom. Der Direktor des Helmholtz Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien, eine Außenstelle des Forschungszentrums Jülich, ist mit Wolfgang Arlt und Daniel Teichmann für den Deutschen Zukunftspreis 2018 nominiert.

Der Preis wird durch den Bundespräsidenten ausgelobt und ist mit 250.000 Euro dotiert. Drei Projekte sind im Rennen.

Schon 2006 bekam Wasserscheid den renommierten Leibniz-Preis. Nun könnte eine weitere Auszeichnung folgen. „Die Nominierten haben ein innovatives Konzept entwickelt, Wasserstoff auf einfache Weise zu speichern und ihn damit als Energiespeicher zu etablieren“, heißt es in der Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes von Mittwoch. Es ist so bahnbrechend, weil es eine gefahrlose Wasserstoffspeicherung ermöglichen soll. Das Gas ist eigentlich hochexplosiv. Die entwickelte Flüssigkeit kann Wasserstoff aber chemisch aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Erneuerbare Energien ließen sich so speichern und transportieren. Ein Meilenstein, den die drei Forscher über ihr Unternehmens Hydrogenious Technologies vermarkten.

Wasserscheid war von 1991 bis 2002 an der RWTH Aachen. Der gebürtige Würzburger studierte dort Chemie. Anschließend promovierte er am Institut für Technische Chemie. Er wurde 2002 am Institut für Technische und Makromolekulare Chemie der RWTH habilitiert. Anschließend übernahm der 2003 den Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg.

(mgu)
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