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Bundestagswahl 2021: Fast 13 Millionen NRW-Bürger aufgerufen

Bundestagswahl : Fast 13 Millionen NRW-Bürger aufgerufen

NRW ist ein wichtiges Bundesland im Wahlkampf: Hier lebt mehr als ein Viertel aller Wahlberechtigten für die Bundestagswahl. In diesem Jahr tritt sogar der Regierungschef Nordrhein-Westfalens als Kanzlerkandidat an.

Auch in Nordrhein-Westfalen sind am Sonntag die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Bundestagswahl aufgerufen. Von rund 60,4 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland können 12,9 Millionen ihre Stimme in NRW abgeben. Die Wahllokale werden von 8 Uhr morgens bis um 18 Uhr geöffnet sein. Rund 110.000 Wahlhelfer sollen in NRW für einen reibungslosen Ablauf in etwa 16.000 Wahlräumen sorgen. Mehrere Städte hatten in den vergangenen Tagen bereits über Rekordwerte bei der Zahl der Briefwahlanträge berichtet.

Insgesamt stellen sich nach Angaben des Landeswahlleiters allein in NRW 1016 Männer und Frauen in 64 Wahlkreisen dem Bürgervotum. Von 22 Parteien wurden Direktkandidaten zugelassen. CDU, SPD, FDP und Grüne sind in allen Wahlkreisen vertreten. Darüber hinaus kandidieren 31 Parteilose. Etwa 635.000 junge Deutsche in NRW dürfen zum ersten Mal mit bei einer Bundestagswahl abstimmen.

Entschieden wird über die Zusammensetzung des 20. Deutschen Bundestags, der dann einen neuen Kanzler oder eine neue Kanzlerin wählen wird. Angela Merkel (CDU) tritt nicht mehr an.

Besonderheit in NRW: Aus dem Amt des Ministerpräsidenten im bevölkerungsreichsten Bundesland tritt Armin Laschet als Kanzlerkandidat der Union an. Die SPD hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz ins Rennen geschickt; für die Grünen kandidiert ihre Bundesparteichefin Annalena Baerbock. Da Laschet erklärt hatte, auch im Falle einer Niederlage das Amt des NRW-Regierungschefs nicht weiterzuführen, steht hier auf jeden Fall nach der Bundestagswahl die noch ungelöste Nachfolgefrage auf der Agenda.

Wer aus NRW tatsächlich in den Bundestag einziehen wird, kann der Landeswahlleiter erst bekanntgeben, nachdem der Bundeswahlleiter das vorläufige amtliche Endergebnis für Deutschland mitgeteilt hat.

Bei der Bundestagswahl 2017 holte die CDU mit 32,6 Prozent hier die meisten Zweitstimmen (CDU bundesweit 26,8). Die SPD schnitt in NRW mit 26 Prozent deutlich besser ab als im Bund (20,5). Auch die FDP errang hier mit 13,1 Prozent mehr (10,7). Die Grünen erhielten in NRW 7,6 Prozent (8,9), die Linke kam auf 7,5 (9,2). Die AfD schnitt hier mit 9,4 Prozent unterdurchschnittlich ab (12,6). Die Wahlbeteiligung lag in NRW mit 75,4 Prozent etwas unter dem bundesweiten Wert (76,2).

(dpa)