Filmgeld im Umlauf: Bundesbank kennt „Movie Money“-Phänomen seit Mitte des Jahres

Filmgeld im Umlauf : Bundesbank kennt „Movie Money“-Phänomen seit Mitte des Jahres

Fast täglich meldet die Polizei in NRW neue Fälle: Menschen versuchen, mit Filmgeld - „Movie Money“ - zu bezahlen. Die für Falschgeld zuständige Bundesbank in Frankfurt/Main kennt das Phänomen schon länger.

Das zuletzt in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens aufgetauchte Filmgeld „Movie Money“ als Falschgeld ist der Bundesbank bereits seit Längerem bekannt: „Seit Mitte des Jahres ist festzustellen, dass Personen vermehrt mit Spielgeld, sogenanntem „Movie Money", Zahlungen begleichen“, sagte Sven Bertelmann, Leiter des Nationalen Analysezentrums der Bundesbank für Falschgeld und beschädigtes Bargeld.

In der vergangenen Woche waren entsprechende Fälle aus den Kreisen Höxter und Recklinghausen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis, aus Wuppertal, Essen und Mülheim bekannt geworden. „Die Scheine sehen auf den ersten Blick echten Banknoten recht ähnlich, verfügen aber nicht über die üblichen Sicherheitsmerkmale und tragen den Aufdruck "Prop copy" oder "Movie Money" unter der Europaflagge“, erklärte die Polizei Essen am Freitag. „Dabei handelt es sich häufig um Scheine, die z.B. in Film- und Theaterproduktionen oder in Zaubershows genutzt werden.“

Obwohl auf dem Filmgeld sogar auf englisch vermerkt sei, dass es „nicht legal“ und nur als Filmrequisite zu benutzen ist ("This is not legal. It's to be used for motion props."), seien solche 5-, 10-, 20-, 50- und 100-Euro-Scheine in den Zahlungsverkehr eingebracht worden, teilte die Essener Polizei mit.

Sobald die Ermittler das Falschgeld nicht mehr als Beweismittel brauchen, wird es der Bundesbank zugeleitet, die nach eigenen Angaben für „Begutachtung und Verwahrung“ der sogenannten Blüten zuständig ist. Bundesbank-Experte Bertelmann verwies nochmals darauf, dass das Spielgeld - alleine durch den Aufdruck „Movie Money“ - leicht zu erkennen sei: „Generell gilt, dass bei einer Prüfung von Banknoten nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" alle Fälschungen erkennbar sind.“

(dpa)
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