Kerpen: BUND-Kreuz am Tagebau Hambach zerstört

Kerpen: BUND-Kreuz am Tagebau Hambach zerstört

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung gegen Unbekannt gestellt.

Wie Geschäftsleiter Dirk Jansen am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, sei ein massives gelbes Holzkreuz, das 90 Zentimeter tief im Boden einer Wiese des BUND am Tagebau Hambach verankert gewesen sei, „offenbar mit einem Fahrzeug umgefahren“ worden.

Das Kreuz sollte den Widerstand gegen den Braunkohleabbau symbolisieren, seine Zerstörung sei von mutmaßlichen Sympathisanten des Tagebaubetreibers RWE Mitte Juli im Internet angekündigt worden. Die Wiese sei nun mit einem Wall umfriedet worden, RWE-Mitarbeitern sei der Zutritt durch Schilder verboten, erklärte Jansen.

„Auch wenn ich durchaus Verständnis dafür habe, dass die Emotionen angesichts des unabänderlichen Braunkohlenausstiegs hoch kochen, rechtfertigt das keineswegs solche Übergriffe oder die ständige Hetze und die Beleidigungen, mit denen wir vom BUND überschüttet werden“, sagte Jansen weiter.

(gego)
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