Rückgang: Bund gibt deutlich weniger Terrorverfahren an NRW ab

Rückgang : Bund gibt deutlich weniger Terrorverfahren an NRW ab

Die Flut der von der Bundesanwaltschaft an die NRW-Justiz abgetretenen Terrorverfahren ist deutlich zurückgegangen.

Nach der Rekordzahl von 122 Verfahren im vergangenen Jahr seien es in diesem Jahr bislang 35 Ermittlungsverfahren, sagte der Sprecher der neuen Zentralstelle Terrorismusverfolgung (ZenTer) Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl war von 62 in 2016 auf das Rekordniveau von 122 Verfahren in 2017 gestiegen. Im Gegenzug hatte die Bundesanwaltschaft einzelne herausragende Fälle wie den des mutmaßlichen geplanten Rizin-Anschlags in Köln von den Länderbehörden übernommen. Die neue NRW-Zentralstelle hatte vor einem halben Jahr die landesweite Zuständigkeit von bisher drei Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften abgelöst.

In diesem Jahr seien in NRW 188 Ermittlungsverfahren mit mutmaßlich terroristischem Hintergrund in NRW neu eingeleitet worden, sagte ZenTer-Sprecher Daniel Vollmert. Dabei geht es etwa um eine vermutete Mitgliedschaft von Terrorverdächtigen beim Islamischen Staat, bei den Taliban, Al Kaida oder Boko Haram.

(dpa)
Mehr von Aachener Nachrichten