Würselen: Bücher- und Kunstmarkt: Rare Kunstwerke suchen ein neues Zuhause

Würselen : Bücher- und Kunstmarkt: Rare Kunstwerke suchen ein neues Zuhause

Das Sammlerinteresse war enorm auf dem erstmals zweigeteilten 8. ZVA-Bücher- und Kunstmarkt Ende vergangenen Jahres in unserem Verlagshaus in Aachen. Es war ein Versuch, die Kunst „auszulagern“ und separat zu präsentieren. Das Ergebnis beider zusammengehörenden Veranstaltungen war großartig. In Würselen nun sind auf der 16. Bücher- und Kunstbörse am Samstag, 24. Februar, wieder beide Themen beieinander.

Für die Kunst steht diesmal mehr Raum zur Verfügung, da die Gegebenheiten im Alten Rathaus es erlauben. Die Leiterin des Kulturzentrums, Sigrid Kerinnis, sagt: „Ich freue mich sehr, dass der Anteil an Kunstwerken wachsen kann, ohne auch nur einen Meter Ausstellungsfläche für Bücher zu verlieren.“ Das hat zwei Gründe: Ein langjähriger externer Aussteller hat sich wegen einer Reise ins Ausland verabschiedet, so dass dieser Platz zur Verfügung steht. Und der große Raum, in dem die diesmal entfallende Schallplattenbörse sonst ihr Domizil hat, wird ebenfalls für die Kunst genutzt.

Großformatige Aktstudie in Bleistift des Malers und Grafikers Karl Papesch (1901 — 1983). Foto: wp

Was wir geplant haben für Freunde alter und neuer Kunst:

Weitere Werke aus dem Nachlass von Wolfgang Richter (1925 — 2010) stehen zur Verfügung, da in Aachen nicht alles angeboten werden konnte, was Richters 2016 verstorbene Witwe Heidemarie Richter „Menschen helfen Menschen“ vor ihrem Tod gespendet hat. Richter war ab 1948 verantwortlicher Redakteur der Eschweiler Ausgabe der „Aachener Volkszeitung“ und anschließend viele Jahre als Feuilletonredakteur und schließlich ab 1963 bis zu seinem Wechsel im Jahre 1982 in die Geschäftsleitung des Zeitungsverlages Aachen als Kulturchef der damaligen AVZ (heute „Aachener Zeitung“) Ressortleitung der Kulturredaktion.

Es sind nicht nur weitere Bilder aus der Sammlung Richter, die angeboten werden können, sondern auch Bücher und erstmals ganze Fotoserien aus dem Nachlass mit zum Beispiel regionalen Eschweiler Ereignissen aus den 1960er Jahren. Weiterer Schwerpunkt sind Fotos aus Richters Zeit als AVZ-Kulturchef von Begegnungen zum Beispiel mit dem damaligen Stadttheater-Intendanten Paul Mundorf (1963) oder mit den Schauspielern Veit Harlan und Kristina Söderbaum am Grenzlandtheater (1963). Bis in die 1980er Jahre reicht der fotografische Nachlass Richters. Da hat er zum Beispiel 1981 den Bau der Flaschenkuppel als Dach des Schmucktresors des Würselener Künstlers Albert Sous in einer Fotoserie festgehalten. Außergewöhnlich: Wir bieten diese fotografischen Raritäten in den meisten Fällen inklusive der Negative an.

Auch haben uns neben sehr vielen weiteren Spendern wie Gerda Conrad, die erneut Radierungen ihres Mannes Heinz Conrad zur Verfügung stellte, einmal mehr das Sammler- und Kunsthistoriker-Ehepaar Prof. Dr. Dr. Axel Hinrich und Dr. Christa Murken eine Reihe wundervoller Bilder zukommen lassen, die sicher einen neuen Platz finden werden.

(wp)
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