Wie der Braunkohle-Abbau die Region Düren, Inden und Erkelenz verändert

Historischer Vergleich : Wie der Braunkohle-Abbau die Region verändert

Die Region um Aachen ist durch den Braunkohle-Abbau im Rheinischen Revier nachhaltig verändert worden. Diese Entwicklung wird besonders auf Satellitenbildern von vor 35 Jahren deutlich, die die Tagebaue Hambach, Inden und Garzweiler zeigen.

Das Ende der Braunkohle in Deutschland und NRW ist besiegelt. Bis spätestens 2038 soll das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gehen und die Förderung von Braunkohle eingestellt werden. Die Flächen der Tagebauen sollen dann rekultiviert werden, so wie es auf der Sophienhöhe am Tagebau Hambach bereits geschehen ist.

Trotz der Zukunftspläne für die Tagebauen wurde die Landschaft dort in den letzten 35 Jahren deutlich verändert. Satellitenfotos aus dem Jahr 1984 zeigen das Ausmaß.

Tagebau Garzweiler

Der Tagebau Garzweiler ist ein Braunkohle-Tagebau der RWE im nördlichen Rheinischen Braunkohlerevier. Das Abbaugebiet erstreckt sich zwischen den Städten Bedburg, Grevenbroich, Jüchen, Erkelenz und Mönchengladbach. Der Betreiber ist besonders durch die Umsiedlung im Erkelenzer Land in die Kritik geraten. Das Vergleichsbild zeigt, wie der Tagebau weiter in Richtung Erkelenz und Jüchen fortgeschritten ist und andere Gebiete rekultiviert wurden.

Tagebau Inden

Der Tagebau Inden der RWE liegt nahe Inden zwischen Eschweiler und Jülich. Durch den großflächigen Abbau waren auch dort Umsiedlungen nötig, die Widerstand entstanden ließen. Nach dem Ende des Abbaus soll im Restloch der Indesche See mit 1160 Hektar Größe entstehen. Für einige Jahre wird der See der größte von Nordrhein-Westfalen sein, bis er von Garzweiler und Hambach abgelöst wird. Der tiefste Punkt liegt bei 180 Metern.

Nicht nur die zehn Orte Inden, Altdorf, Pattern, Geuenich, Pier, Pommenich, Vilvenich, Lohn, Pützlohn und Erberich mussten dem Tagebau weichen, auch der Fluss Inde musste um den Tagebau herumgeführt werden.

Tagebau Hambach

Der Tagenau Hambach ist der größte von der RWE betriebene Tagebau im Rheinischen Revier. Er liegt auf dem Gebiet zwischen Niederzier im Kreis Düren und Elsdorf im Rhein-Erft-Kreis. Ortschaften wie Morschenich und Manheim müssen dem Tagebau weichen. Der Tagebau war aufgrund der Proteste um den Erhalt des Hambacher Forsts in den Fokus geraten. Aktivisten hatten den Wald besetzt und Baumhäuser gebaut, die von der Polizei ab September 2018 geräumt wurden.

Der erste Bagger im Tagebau nahm am 15. Oktober 1978 die Arbeit auf. Nach der Rodung großer Teile des Hambacher Forsts wurde 1984 die erste Braunkohle gefördert. In den Folgejahren wurde im Norden des Tagebaus die teilweise rekultivierte Hochkippe Sophienhöhe erschaffen. Wie sich der Tagebau Hambach seit 1984 weiter durch den Wald ausgebreitet hat, veranschaulicht das Satellitenbild.

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